Stadt will alte Schulen zu Asylheimen umbauen

Unter welchem Druck die Stadt bei der Unterbringung von Flüchtlingen bereits steht, führte Sozialdezernent Peter Renzel am vergangenen Freitag eine freundliche Anfrage der Bezirksregierung Düsseldorf vor Augen. Die hatte in Essen angeklopft, um zu erfragen, ob die Stadt nicht zwei Turnhallen für Asylsuchende bereitstellen könnte. Die Stadt lehnte ab, was die Bezirksregierung akzeptierte – wie Renzel berichtete, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass die Behörden auch zu Zwangsmaßnahmen greifen könnten. Soll heißen: Düsseldorf könnte Turnhallen beschlagnahmen.

Die Unterbringung der Menschen in Turnhallen ist aus Sicht der Stadt das letzte Mittel. Kurzfristig, so Renzel, müssten deshalb weitere Behelfseinrichtungen geschaffen werden. Die Verwaltung fasst folgende Standorte ins Auge: die ehemaligen Schulgebäude an der Schwanhildenstraße in Stoppenberg, an der Planckstraße in Holsterhausen, die Markscheideschule in Altendorf, Immobilien an der Lentorfstraße in Kray, an der Kunsthandwerkerstraße in Rellinghausen, am Äbtissin-steig in Kray und den ehemaligen Bauhof im Annental in Rellinghausen. Auch um zusätzliche Neubauten werde die Stadt nicht umhinkommen, vorausgesetzt, das Land erhöht den Kreditrahmen. Was Turnhallen angeht, hat die Stadt vorsichtshalber durgerechnet. Platz gibt es in 13 Hallen für 2340 Personen.

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