Stadt rechnet mit mehr Flüchtlingen

Die Stadt muss ihre Flüchtlings-Prognose für das laufende Jahr deutlich nach oben korrigieren: Es werden rund 1.500 neue Asylbewerber erwartet. Bislang war man von 800 bis 1.000 Menschen ausgegangen, sagte Sozialdezernent Peter Renzel auf NRZ-Anfrage, nachdem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge jüngst erklärt hatte, in diesem Jahr bundesweit mit 230.000 Flüchtlingen zu rechnen. Das sind rund 30.000 mehr als im vergangenen Jahr. Für die Stadt bedeute diese Entwicklung, 960 zusätzliche Plätze für die Unterbringung der Menschen zu benötigen, wenn die Behelfsunterkünfte mit 540 Plätzen vom Netz gehen. Schon jetzt ist für Renzel klar: „Das kriegen wir nicht mal eben so hin.“ Essen benötige für den Bau neuer Unterkünfte dringend Investitionsmittel von Bund und Land. In welcher Höhe Mehrkosten auf die Stadt zukommen, ist im Detail noch nicht geklärt. Grob kalkuliert die Stadt mit drei Millionen Euro pro 100 Plätze in einem Neubau. Im Februar werden die Bezirksvertretungen über neue Standorte beraten. Eine Entscheidung des Rates ist für März geplant.

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