Stadt prüft ampelfreien Stadtwaldplatz

Stadtwaldplatz.  Richtig viele Freunde hat die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung II bislang nicht für den Wunsch gewonnen, die Ampeln auf dem Kreisverkehr am Stadtwaldplatz einmal probeweise abschalten zu lassen. Dennoch wird das Vorhaben nun von der Stadt geprüft.

Und das, obwohl die CDU in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung (BV) II für ihr Ansinnen gar keine richtige Mehrheit zusammenbekam. Denn Rot-Rot-Grün stand dem Vorhaben skeptisch gegenüber. „In diesem Antrag fehlen die Interessen der Fußgänger und Radfahrer. Wie sollen die denn dieses Oval ohne Ampeln überqueren?“, fragt sich SPD-Sprecher Peter Lankes.

Irmgard Krusenbaum (Grüne) erinnerte an die Bewohner der Seniorenheime im Umfeld, die die verschiedenen Haltestellen vor Ort erreichen müssten. Ihr Fraktionskollege Moritz Balz kommentierte schlicht: „Das ist zu gefährlich.“

Wieso nun doch geprüft wird? Die Gegner enthielten sich der Stimme, und so sammelten die Christdemokraten mit EBB und FDP genügend Fürsprecher. Die sind nach wie vor davon überzeugt, dass sich die Mühe der Prüfung lohnt. „Anwohner haben sich gemeldet und uns gebeten, dies einmal zu testen – das ist doch spannend“, verteidigte Waltraud Schippmann (CDU) den Vorstoß am Stadtwaldplatz.

Der hatte schon in den vergangenen Tagen der CDU mehr Echo als gewünscht eingebracht. Die örtliche Werbegemeinschaft ließ keine Zweifel aufkommen, dass sie dies nicht für die beste Idee hält. Und auch die Verwaltung hat die Antwort, die nun die CDU beantragt, eigentlich schon gegeben: „Beim Bau des Kreisverkehrs wurde die Frage geprüft. Bei der Menge an Autos werden die Ampeln für die Fußgänger benötigt“, so Stefan Schulze vom Presseamt. Auch die Busse dort würden ohne Lichtsignale behindert werden. Am Ende wird also wahrscheinlich doch das rote Licht für den ampelfreien Stadtwaldplatz leuchten. Oder die rote Laterne für die CDU . . .