Stadt nennt Bedingungen fürs Groß-Asyl

Zumindest landschaftlich könnten die Flüchtlinge kaum eine bessere Lage finden als am alten „Kutel“, zu sehen im Bild.
Zumindest landschaftlich könnten die Flüchtlinge kaum eine bessere Lage finden als am alten „Kutel“, zu sehen im Bild.
Foto: www.blossey.eu

Essen.. Noch in der vergangenen Woche galt das geplante Groß-Asyl auf dem Gelände des einstigen „Kutel“ in Fischlaken im Prinzip als ausgemachte Sache.

Zwar ist der Vertrag mit dem Land noch nicht ausverhandelt, aber am Ende – davon gingen alle Seiten aus – werde man sich schon auch im Kleingedruckten einig. Darauf möchte man seit gestern nicht mehr wetten:

Stadt will weder Träger noch Betreiber sein

Der Plan, in der grünen Idylle des Essener Südens die Erstaufnahme-Einrichtung für immerhin 800 neuankommende Flüchtlinge zu bauen, kommt ins Wanken, wie sehr, ist noch unklar. Denn das Land NRW wollte Essen mal eben auf dem Verordnungswege die Unterbringung der Asylbewerber antragen. Mit der Folge, dass damit die Stadt und nicht wie bisher angepeilt das Land Träger des Asyl-Komplexes würde.

Angesichts der immer drängender werdenden Flüchtlings-Lage schrillen da im Rathaus die Alarmglocken: In einem Brief an NRW-Innenminister Ralf Jäger haben OB Reinhard Paß und Sozialdezernent Peter Renzel deshalb klargestellt: „Die Stadt Essen steht (...) weder als Träger, noch als Betreiber einer Aufnahmeeinrichtung (...) zur Verfügung.“

 
 

EURE FAVORITEN