Stadt Essen zählt 1900 Anrufe wegen kaputter Gehweg-Platten

Dominika Sagan
Schiefe Gehweg-Platten werden zur Stolperfalle.
Schiefe Gehweg-Platten werden zur Stolperfalle.
Foto: WAZ FotoPool
Stolperfalle Bürgersteig: Erstmals ist das Ausmaß so extrem wie in diesem Jahr. Bislang sind bei der Stadt 1900 Hinweise von Bürgern eingegangen, die nun abgearbeitet werden müssen. Wie hoch der materielle Schaden der Frost-Schäden ist, ist derzeit offen.

Essen. Etwa 150 Bürger rufen täglich bei der Stadt an, um Schäden an Gehweg-Platten zu melden. Insgesamt sind bislang 1900 Hinweise eingegangen, die nun von den Zuständigen abgearbeitet werden, so dass sich mancher wird gedulden müssen, bis sein gemeldeter Schaden behoben sein wird. Das ganze Ausmaß der Schäden ist derzeit nicht abschätzbar, hat die Stadt aber jetzt schon mit den extrem hohen Zahlen überrascht. Die Schadenshöhe ist noch offen.

Frost drückt Platten hoch

70 Mitarbeiter sind jeden Morgen ab sechs Uhr unterwegs, gehen den Hinweisen der Bürger nach, sagt Michaela Lippek vom Presseamt. Schlaglöcher auf den Fahrbahnen, die nach Frostperioden sichtbar werden, sind inzwischen eine altbekannte Frostfolge. Das enorme Problem bei den abgehobenen Bürgersteig-Platten, die so zu Stolperfallen werden, ist hingegen neu.

Grund ist wohl die große Niederschlagsmenge, die dem Frost vorausging (wir berichteten). Die Stadt erklärt: Dabei haben sich Feuchtigkeit und Wasser zwischen und unter den Gehweg-Platten gesammelt. Durch den Frost sind die Platten dann hochgedrückt worden, so dass die nun wackelig sind und schief hochragen. Wie groß die Schäden sind, werde sich erst zeigen, wenn der Frost aus dem Boden gewichen ist. Das könne noch ein paar Tage dauern. „Derzeit besteht immer noch die Hoffnung, dass sich zumindest an einigen Stellen, Gehwegplatten dann wieder setzen könnten“, sagt Michaela Lippek.

Ausmaß der Schäden wird sich erst noch zeigen

Rücken die städtischen Mitarbeiter jetzt aus, dann bessern sie die Bürgersteige provisorisch dort mit Splittsand oder Kaltasphalt aus, wo es notwendig ist, erläutert sie. Helfen die provisorischen Maßnahmen nicht, werde die betroffene Stelle abgesperrt. Immerhin hat die Stadt die Verkehrssicherungspflicht und haftet, falls ein Passant stolpert.

Wenn sich herausstellt, dass die Schäden so gravierend sein werden, dass ganze Straßenzüge saniert werden müssen, werde es Ausschreibungen geben. Aber der Winter dauere ja an, so dass sich auch das Ausmaß der Schlaglöcher in den Fahrbahndecken erst noch zeigen werde.