Stadt Essen stellt Notquartier für Asylbewerber bereit

Die Stadt Essen stellt die ehemalige Hauptschule an der Lohstraße für die Aufnahme von Asylbewerbern zur Verfügung.
Die Stadt Essen stellt die ehemalige Hauptschule an der Lohstraße für die Aufnahme von Asylbewerbern zur Verfügung.
Foto: Klaus Micke / WAZ Foto Pool
Die Turnhalle an der alten Hauptschule Lohstraße im Essener Stadtteil Frintrop wird zum Übergangsquartier für Asylbewerber. 50 bis 60 Menschen können kurzzeitig untergebracht werden. Die Stadt Essen kommt so der Bezirksregierung Düsseldorf entgegen, die um Hilfe gebeten hatte.

Essen. Die Stadt Essen wird ab Mittwoch, 17. Oktober, die Turnhalle der ehemaligen Hauptschule Lohstraße in Essen-Frintrop als Übergangsquartier für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Hier können kurzfristig 50 bis 60 Menschen untergebracht werden. Sollten weitere behelfsmäßige Unterkünfte benötigt werden, könnte außerdem das Hauptschulgebäude selbst innerhalb von zwei bis drei Wochen instand gesetzt werden.

In den 18 Klassenräumen, dem Lehrerzimmer und den Nebenräumen, könnten nochmals 180 Asylbewerber untergebracht werden. Der Standort Lohstraße ist nach Einschätzung der Stadt der einzige Standort, der für eine kurzfristige behelfsmäßige Unterbringung einer größeren Zahl von Asylbewerbern in Frage kommt. Die Kosten für die Unterbringung werden vom Land NRW übernommen.

Flüchtlinge vor allem aus Mazedonien und Serbien

Mit diesem Angebot reagiert die Stadt Essen auf einen Hilferuf der Bezirksregierung Düsseldorf. Zurzeit kommen täglich bis zu 350 Asylbewerber, vor allem aus Mazedonien und Serbien, in Dortmund und Bielefeld an. An normalen Tagen sind es bis zu 100 täglich.

Die Aufnahmekapazitäten in den Erstaufnahmeeinrichtungen sind aufgrund der sprunghaft angestiegenen Asylbewerberwelle erschöpft. Alle Städte in NRW sind aufgefordert, Notunterkünfte bereit zu stellen. Die Flüchtlinge bleiben nur wenige Tage bis maximal zwei Wochen vor Ort. (we)