Stadt Essen prüft weitere neue Flächen für Flüchtlingsdörfer

Auf dem Gelände des Stinnes-Stadions entsteht ein Zeltdorf. Es soll nun 700 statt 400 Flüchtlinge beherbergen.
Auf dem Gelände des Stinnes-Stadions entsteht ein Zeltdorf. Es soll nun 700 statt 400 Flüchtlinge beherbergen.
Foto: FUNKE Foto Services
Das Zeltdorf auf dem Gelände des Stinnes-Stadions in Karnap wird größer. Geprüft werden zudem Flächen in Bredeney, Burgaltendorf, Katernberg und Rüttenscheid.

Essen. Das Zeltdorf auf dem Gelände des früheren Mathias-Stinnes-Stadions in Karnap wird größer: Es soll 700 statt 400 Flüchtlinge beherbergen, teilte Ordnungsdezernent Christian Kromberg gestern mit. Ursprünglich wollte die Stadt ein Zeltdorf mit 250 Plätzen am Volkswald sowie sechs weitere mit je 400 Plätzen errichten. Doch es habe sich schon am Altenbergshof im Nordviertel gezeigt, dass das vor allem für Familien zu beengt wird. Darum sollen die 400 Plätze nun nirgends ausgeschöpft werden. „Uns bleibt keine andere Möglichkeit, als in Karnap mit einem größeren Flüchtlingsdorf zu planen“, sagt Kromberg. Die Arbeiten dort beginnen kommende Woche.

Es sei kurzfristig nicht möglich gewesen, eine weitere mittelgroße Zeltstadt herzurichten, sagt Kromberg. Die Stadt bekomme schon jetzt nicht genügend Toiletten-Container und müsse in den beiden bestehenden Zeltdörfern auch Dixie-Klos aufstellen. European Homecare (EHC) fehlt zudem derzeit das Personal für weitere Flüchtlingsdörfer; ein großer Standort sei effizienter zu betreuen. Das Mega-Dorf soll auf dem Stadiongelände und dem benachbarten Ascheplatz entstehen.

Unterdessen richtet sich die Stadt offenbar darauf ein, dass die Flüchtlingszahl für 2015 erneut nach oben korrigiert wird. Geprüft werden darum Flächen in Bredeney, Burgaltendorf, Katernberg und Rüttenscheid. Bis zu 1000 weitere Plätze müsste Essen schaffen.

 
 

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