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Stadt Essen dementiert Schummel-Vorwürfe bei der Grünen-Hauptstadt-Bewerbung

Die Stadt Essen widerspricht einem WDR
Die Stadt Essen widerspricht einem WDR
Foto: Imago

Essen. Hat die Stadt Essen bei der Bewerbung zur Grünen-Hauptstadt geschummelt? Umweltverbände hatten im WDR am Freitag kritisiert, dass bei der Bewerbung die Schadstoffbilanz großer Essener Unternehmen nicht berücksichtigt wurden. Der Titel „Grüne Hauptstadt Europas" hätte der Ruhrgebietsmetropole so nicht verliehen werden dürfen.

Nun nimmt die Stadt Stellung zu den Vorwürfen. „Im Rahmen der Bewerbungsschrift, die jederzeit auf den Internetseiten der Stadt Essen öffentlich einsehbar ist, wurden die CO2-Bilanzen sowohl der Essener Bürger als auch der ansässigen Unternehmen berücksichtigt", so Umweltdezernentin Simone Raskob.

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Dabei habe man die Zahlen im sogenannten Verursacherprinzip gesammelt. Diese Methode gilt als gut vergleichbar und wird deshalb vom Klimarat empfohlen. Das Verfahren berücksichtigt die Verbräuche von Einwohner sowie über Bundeskennzahlen anteilig die CO2-Emissionen aller Unternehmen. Damit sind auch die CO2-Bilanzen der oben genannten Unternehmen erfasst.

Nach dem Verursacherprinzip wird nicht zusätzlich die gesamte Produktion der jeweiligen Unternehmen erfasst, weil dies zu einer Doppelbilanzierung führen würde, so die Stadt weiter.

Im WDR hatten Umweltverbände geklagt, dass genau diese Zahlen fehlen würden. Die CO2-Zahlen von Essener Unternehmen wie Trimet, Steag und RWE hätten die Essener Schadstoffbilanz in die Höhe getrieben. (ds)

 
 

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