„Sport-Scheck“ schließt

Noch teilt sich „Sport-Scheck“ die Räumlichkeiten mit einer Filiale der Modekette „Zara“. Für Sportscheck wurde der Mietpreis nach 16 Jahren Geschäftstätigkeit in der Limbecker Straße zu hoch.
Noch teilt sich „Sport-Scheck“ die Räumlichkeiten mit einer Filiale der Modekette „Zara“. Für Sportscheck wurde der Mietpreis nach 16 Jahren Geschäftstätigkeit in der Limbecker Straße zu hoch.
Foto: Funke Foto Services
Nach 15 Jahren verabschiedet sich das Unternehmen aus der Essener Innenstadt. 68 Mitarbeiter bangen nun um ihre berufliche Existenz – für sie sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden.

Essen..  Die Essener Filiale der Sportartikel-Kette „Sport-Scheck“ wird Anfang 2016 geschlossen. Bis dahin soll der Betrieb in dem Sportbekleidungsgeschäft in der Limbecker Straße regulär weiterlaufen. 68 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen – dies bestätigte die Firmenzentrale im oberbayerischen Unterhaching auf NRZ-Nachfrage. Grund für das Aus sind zu hohe Mietpreise für das Ladenlokal, das der irischen Investmentgesellschaft „Signature Capital“ gehört. Dort wollte man gestern zu den Schließungsplänen keine Stellung nehmen. Derzeit teilt sich Sportscheck die Immobilie mit einer Filiale der spanischen Modekette „Zara“.

5.500 Quadratmeter Verkaufsfläche

„Natürlich hätten wir den Standort Essen gerne erhalten“, bedauert „Sport-Scheck“-Sprecher Carsten Schürg. „Aber leider ist es uns nicht gelungen, mit dem Vermieter eine Einigung zu erzielen.“ So sei die Verkaufsfläche von rund 5.500 Quadratmetern zu groß, um sie effizient bewirtschaften zu können. „Wir bemühen uns, sozialverträgliche Lösungen für die Mitarbeiter zu finden, an einem Sozialplan wird zurzeit noch gearbeitet.“

Mögliche Arbeitsplatz-Alternativen für die Angestellten könnten etwa in Mönchengladbach entstehen, dort wird am 26. März eine neue „Sport-Scheck“-Filiale eröffnet. „Es gibt aber auch im Ruhrgebiet weitere interessante Verkaufsflächen, die wir momentan prüfen. Grundsätzlich möchten wir im größten Ballungsraum Deutschlands gerne weiter präsent sein“, so Schürg.

Denn vom Mietpreis einmal abgesehen war die Lage des Geschäfts im Herzen der Innenstadt offenbar durchaus attraktiv – bei einem Besuch der NRZ am Mittwochnachmittag herrscht reger Betrieb. Und dennoch: Die Verunsicherung unter der Belegschaft ist deutlich spürbar, wie ein Mitarbeiter bestätigt: „Die Kundenberatung in den vergangenen Wochen lief nicht so gut wie gewohnt. Wir haben die Nachricht selbst erst im Januar erfahren.“

Sozialverträgliche Lösungen

Die Schließung nach 15 Jahren „Sport-Scheck“ in der City, das geht Filialleiter Ronny Weiser auch menschlich nahe: „Im Moment sorge ich mich vor allem um meine Mitarbeiter. Jeder macht sich jetzt erstmal Gedanken um die Zukunft und fragt sich, wie es für ihn weitergeht.“ Er selbst soll künftig einen anderen Platz in dem Unternehmen einnehmen.

Was aus dem Ladenlokal nach der Schließung wird, ist derweil noch unklar. Dem Standort Essen will man dennoch weiter verbunden bleiben, so soll der Stadtlauf von „Sport-Scheck“ und BMW, wie geplant, am 27. September stattfinden.

EURE FAVORITEN