SPD wirft CDU Essen Schüren von Islam-Angst vor

DerWesten
CDU-Fraktionschef Kufen erwecke den Eindruck, Essener Moscheen seien Nährboden für Extremisten, kritisiert die SPD. Foto: Imago
CDU-Fraktionschef Kufen erwecke den Eindruck, Essener Moscheen seien Nährboden für Extremisten, kritisiert die SPD. Foto: Imago

Essen. Die SPD-Fraktion sieht keinen Anlass für die von der CDU geforderten neuen „Sicherheitspartnerschaften“ mit Essener Moschee-Vereinen, die dem Ziel dienen sollen, Islamisten zu enttarnen. Die SPD empfindet den Vorstoß als "beschämend".

Die SPD-Fraktion sieht keinen Anlass für die von der CDU geforderten neuen „Sicherheitspartnerschaften“ mit Essener Moschee-Vereinen, die dem Ziel dienen sollen, Islamisten zu enttarnen. Die Sozialdemokraten verweisen auf die Integrationsarbeit der Essener Polizei, die nicht zufällig sogar ausgezeichnet worden sei. Nach Ansicht von Karla Brennecke-Roos, der integrationspolitische Sprecherin der SPD, erweckt CDU-Fraktionschef Thomas Kufen den Eindruck, dass die Essener Moscheen Nährboden für Extremisten seien.

Dieses Menschenbild teile man nicht. „Ich finde es beschämend, in welcher Weise die CDU über unsere muslimischen Mitmenschen zu denken scheint, die in der überdeutlichen Mehrheit friedlich mit uns zusammenleben.“ Hier würden völlig unnötig Ängste geschürt. Im Vordergrund der Integrationsarbeit dürften nicht Repressalien stehen, sondern gute Bildungs- und Teilhabe-Angebote. Man nehme verwundert zur Kenntnis, dass andere Fraktionen im Viererbündnis der CDU nicht entschlossen widersprächen.