SPD sucht das Gespräch mit Investor Thelen

Nach dem Verkauf des riesigen Immobilien-Pakets von Thyssenkrupp an die Essener Thelen-Gruppe schwingt bei der SPD leise Enttäuschung mit: „Mit Blick auf die Stadtentwicklung hätten wir uns natürlich einen Zuschlag an das Quartett aus Allbau, Sparkasse, OFB und RAG Montan Immobilien gewünscht“, meinte Thomas Rotter, Vorsitzender im Planungsausschuss des Rates, zu dem Deal. Dennoch: „Wir sind zufrieden, dass mit der Thelen-Gruppe ein Essener Unternehmen das Rennen gemacht hat.“

Drängendes Thema sei nun, weitere Wohn- und Gewerbeflächen auszuweisen. Diese seien vor dem Hintergrund der weiter steigenden Bevölkerungszahl wie auch zur Ansiedlung von Gewerbe erforderlich. Die Sozialdemokraten setzen darauf, dass Politik, Stadtverwaltung und Investor „im Sinne der Stadtentwicklung eng zusammenarbeiten“. Zu diesem Zweck werde man nun das Gespräch mit Thelen suchen.

Unterdessen korrigierte Thyssenkrupp sich beim veräußerten Flächenvolumen: Insgesamt seien auf Essener Stadtgebiet etwa 230 Hektar Land verkauft worden. Rund 160 Hektar an Waldflächen in unmittelbarer Nähe zur Villa Hügel waren dagegen zuvor aus dem Flächenpaket entnommen worden. Einen Kaufpreis nannte Thyssenkrupp nicht.

 
 

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