Spaziergänger entdeckt skelettierte Leiche in Essen-Kray

Ein Spaziergänger entdeckte am Donnerstagabend (21. August) die skelettierte Leiche in einem Waldstück in Essen-Kray.
Ein Spaziergänger entdeckte am Donnerstagabend (21. August) die skelettierte Leiche in einem Waldstück in Essen-Kray.
Foto: Stephan Witte/ KDF-TV
Ein mysteriöser Leichenfund beschäftigt die Polizei in Essen: Am Donnerstagabend entdeckte ein Spaziergänger in Kray den stark verwesten Körper. Einen Zusammenhang zum Vermisstenfall Pierre Pahlke sieht die Polizei "zum aktuellen Zeitpunkt nicht". Der Tote sei "offensichtlich ein Obdachloser".

Essen.. Ein Spaziergänger hat am Donnerstagabend im Essener Stadtteil Kray die stark verweste Leiche eines Mannes gefunden. Auch am Freitagnachmittag war dessen Identität noch nicht geklärt. Die Ermittler aber waren schon am Vormittag sicher, dass es sich bei dem Toten nicht um den vermissten Pierre Pahlke handelt. Der geistig zurückgebliebene 21-Jährige war am 17. September 2013 nur etwa anderthalb Kilometer entfernt zuletzt gesehen worden.

Am Donnerstag hatte der Spaziergänger die Leiche gegen 18 Uhr in einem Waldstück in der Nähe des S-Bahnhofs Kray-Nord entdeckt. Sie lag in der Nähe der Gleise dort, wo Korthover Weg und Krayer Straße aufeinandertreffen.

Ein Augenzeuge berichtete, die Leiche sei "bereits in einem anskelettierten Zustand" gewesen. Zunächst ließ der Zustand des stark verwesten Körpers noch nicht einmal Rückschlüsse auf das Geschlecht zu. "Die Leiche hat dort mindestens mehrere Wochen gelegen", sagte Polizeisprecher Marco Ueberbach.

Die Essener Rechtsmediziner werden den Toten nun untersuchen, Hinweise auf ein Gewaltverbrechen hat das Kriminalkommissariats 11 aber bislang nicht. Die Ermittler vermuten, dass es sich bei dem Mann um einen Obdachlosen handelt. Denn am Fundort lagen neben einer Plane und einem Schlafsack auch aufwendig organisierte Lebensmittelvorräte. Das ist ein Grund, warum die Ermittler Zusammenhänge zum Vermisstenfall Pierre Pahlke ausschließen.

Die Polizei hatte 2013 auf der Suche nach dem damals 21-Jährigen mit Hundertschaften, Helikoptern und Spürhunden auch mehrmals Waldstücke in Essen-Kray durchsucht. (fdu/pw)

 

EURE FAVORITEN