Essen

„Soul Hellcafé“ in Essen: Hausverwaltung will Kneipe dicht machen – jetzt kämpfen Tausende Fans für die Rettung

Soul Hellcafé - Betreiber Christian Voß ist gerührt über das Engagement der Gäste.
Soul Hellcafé - Betreiber Christian Voß ist gerührt über das Engagement der Gäste.
Foto: Funke Foto Services

Essen. In Essen strotzt die Kneipenszene vor lauter Systemgastronomie, gerade in Rüttenscheid und der Innenstadt reiht sich ein Franchise-Unternehmen an das andere. Prinzipiell nichts Schlechtes, aber wenn dann doch sich zwischendrin mal eine Kneipe von den anderen abhebt, ist das mittlerweile zur Seltenheit geworden.

Das Soul Hellcafé an der Friederikenstraße in Essen ist so eine Kneipe. Sie lockt seit knapp sechs Jahren mit Ausstellungen, Konzerten, exklusiven DJ-Events. Vor allem Fans des Rockabilly und des gepflegten Rock' n ' Roll sind hier Stammgäste, aber auch jeder andere ist willkommen.

Nun steht das Soul Hellcafé vor dem Aus, im Juli soll geschlossen werden. Grund dafür soll der Wunsch der Hausverwaltung sein, dort lieber ein ruhigeres Restaurant anstatt einer an Wochenenden hoch frequentierten Bar zu haben.

Deswegen verlängern sie den Vertrag mit Inhaber Christian Voß nicht, nachdem die Brauerei Stauder den Pachtvertrag gekündigt hatte, so heißt es.

Soul Hellcafé in Essen soll für immer schließen: Fans sammeln nun Unterschriften

Für Stammgäste und viele in der Nachbarschaft ein dermaßener Schlag ins Gesicht, dass sie sich nun aufbäumen und kämpfen wollen.

Mithilfe einer Petition wollen die Gäste Unterschriften sammeln, um so den Hauseigentümer beziehungsweise die Hausverwaltung zum Umdenken zu bewegen.

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Am Montagmittag sind es bereits knapp 1700 Unterschriften, und das sind nur die Unterschriften aus der Online-Petition (>>> Hier kannst du abstimmen). In zahlreichen Läden, Lokalen und Geschäften liegen auch Papierlisten aus, in denen sich Essener eintragen können. Unter anderem in der Druckertankstelle, im Kabü, im Le Chat Noir, dem Snack 'n' Roll, Café Livres, The Oak und natürlich dem Soul Hellcafé selbst.

Knapp 1800 Unterschriften sind am Montagmittag bereits zusammengekommen

Am Montagmittag sollen dort auch nochmal 200 Unterschriften bereits zusammengekommen sein, wie der Initiator der Petition und Stammgast der Kneipe gegenüber DER WESTEN sagt. Insgesamt rund 1900 Unterschriften, bis zum Ziel von 3500 innerhalb von fünf Wochen scheint es nicht mehr weit.

Inhaber Christian Voß ist gerührt von dem Engagement für seine Bar. Allerdings hat sich bisher noch niemand bei ihm von der Hausverwaltung gemeldet, wie er gegenüber der WAZ sagte.

Wird sich die Hausverwaltung die Schließung des Soul Hellcafé nochmal überlegen?

Bleibt daher die Frage, ob die gesammelten Unterschriften überhaupt einen Einfluss auf die Entscheidung der Hausverwaltung haben werden.

Oder ob sie das Soul Hellcafé wirklich schließen und so der Stadt Essen eine weitere Kneipe abseits der Systemgastronomie nehmen.

 
 

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