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Essen: Sex-Täter greift Frauen im Stadtwald an – das rät die Polizei

Innerhalb weniger Monate kam es zu drei sexuellen Übergriffen im Essener Stadtwald. Die Polizei geht von einem Serientäter aus und sucht dringend nach Zeugen.

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  • Zum dritten Mal innerhalb von vier Monaten ist eine Frau im Stadtwald sexuell belästigt worden
  • Jedes Mal entkam der unbekannte Sex-Täter
  • Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung

Essen. Es ist der dritte Fall innerhalb kürzester Zeit: Rosenmontag ist erneut eine Frau Opfer eines sexuellen Überfalls im Stadtwald Essen geworden. Gegen 21.10 Uhr ging die etwa 40-jährige Frau über die Frankenstraße in Richtung Bredeney spazieren.

Dabei nutze sie die linke Seite des Gehwegs, der unmittelbar an den Stadtwald Essen grenzt. Kurz vor der Berenberger Mark kam der unbekannte Mann aus dem Wald und lief der Frau auf der beleuchteten Straße entgegen.

Essen: Sexuelle Übergriff im Stadtwald – Frau wehrt sich nach Kräften

Unvermittelt griff er die Spaziergängerin an, zerrte sie in den Wald und bedrohte sie mit einem Messer. Doch die Frau ließ sich davon nicht beeindrucken: Sie schlug mit ihrem Regenschirm um sich und bekämpfte den Angreifer mit einem Verteidigungsspray.

Das Manöver verschaffte ihr Zeit, so dass sie um Hilfe rufend zu einem nahgelegenen Wohnhaus rennen konnte. Eine Anwohnerin bot ihr Schutz.

Polizei fahndet mit Hubschrauber und Spürhunden

Die Polizei startete darauf umgehend eine Fahndung: Mit Hubschrauber und Spürhunden suchte sie nach dem flüchtigen Sex-Täter. Der Mann flüchtete mit großer Wahrscheinlichkeit über den Gehweg der Frankenstraße in Richtung Stadtwaldplatz. Von dort könnte er seine Flucht mit einem Fahrzeug oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortgesetzt haben.

Zu diesem Zeitpunkt sollen einige Fahrzeuge den Bereich passiert haben. Die Fahrer, wie auch weitere Zeugen, werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden.

Die Beamten gehen derzeit von einem versuchten Sexualdelikt aus. Das Kriminalkommissariat 12, das auch für die Verfolgung von Sexualstraftaten zuständig ist, hat die Ermittlungen übernommen.

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Bereits zwei Frauen Opfer im Stadtwald geworden

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Mann um einen Serientäter handelt, der bereits zwei Frauen im Dezember des vergangenen Jahres attackiert hat. Alle Fälle spielten sich zwischen 20 und 22 Uhr ab. Eines der Opfer hatten den Unbekannten im Genitalbereich verletzt (hier mehr lesen). Damals vermutete die Polizei, dass „der Mann möglicherweise nach der Tat eingeschränkt ist und deshalb einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen muss.“ Drei Monate lang gab der Mann offenbar Ruhe - vielleicht wegen seiner Verletzung. Möglicherweise trieb er aber auch an anderen Orten sein Unwesen.

„In allen drei uns bekannten Fällen haben sich die Frauen richtig verhalten“, sagt Peter Elke von der Polizei Essen. So seien sie in beleuchteten Bereichen unterwegs gewesen, hätten Wege genutzt, die tendenziell stärker frequentiert sind als andere. „Gott sei Dank gelang es den Frauen jedes Mal, sich gegen den Angreifer zu sehen. Nur klappt das leider nicht immer.“

Frauen, die im Stadtwald unterwegs sind, sollten derzeit in späteren Abendstunden besonders aufmerksam sein und sofort die 110 wählen, wenn sie verdächtige Beobachtungen machen, so Elke. „Jede noch so kleiner Hinweis kann uns möglicherweise helfen, den Täter zu fassen.“ Auffällig: Der Täter kannte sich offenbar im Gebiet um den Stadtwald aus, suchte sich schnell Fluchtwege.

Außer den drei Frauen, die sich bei der Polizei gemeldet haben, könnten noch weitere Frauen Opfer des unbekannten Angreifers geworden sein. Daher bittet die Polizei ausdrücklich darum, dass Frauen, die ähnliche Situationen erlebt haben, sich unter 0201 / 829 0 melden. Auch andere Zeugen, die auffällige Beobachtungen machen konnten, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

So soll der Sex-Täter aussehen:

  • etwa 50 Jahre alt
  • 1,70 Meter groß und kräftige Statur
  • zur Tatzeit dunkel gekleidet mit schwarzer Mütze und schwarzer Jacke
  • seine Augen könnte durch das Reizgas gerötet gewesen sein

(mb/pen)

 
 

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