Essen

Seltsame Ampelschaltung in Essen: Darum zeigen viele Fußgängerampeln vor dir noch Grün, aber hinter dir schon Rot

Seltsame Ampelschaltungen in Essen

Seltsame Ampelschaltungen in Essen. Je nachdem, in welche du die Straße überquerst, sind manche Fußgänger-Ampeln unterschiedlich lange grün. Doch was ist der Grund dafür?

Seltsame Ampelschaltungen in Essen. Je nachdem, in welche du die Straße überquerst, sind manche Fußgänger-Ampeln unterschiedlich lange grün. Doch was ist der Grund dafür?

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  • Essen hat eine außergewöhnlicher Ampelschaltung
  • Fußgängerampeln werden häufig asynchron Rot
  • Der Grund: Du sollst nicht auf der Mittelinsel stranden

Essen hat eine besondere Ampelschaltung. Ist dir das schon einmal aufgefallen?

Viele Fußgängerampeln auf Straßen mit einer Mittelinsel sind „asynchron“ geschaltet. So kommt es vor, dass die Ampel vor dir noch grün ist, hinter dir aber schon rot. Ein Beispiel ist die Ampelanlage auf der Kronprinzenstraße/Ecke Richard-Wagner-Straße im Südviertel (du siehst sie im Video).

Was soll das?

Grundsätzlich gilt bei Fußgängerampeln deutschlandweit eine Mindestdauer der Grünphase von fünf Sekunden. Außerdem muss eine Furt, also der Weg bis zur Mittelinsel, mindestens zur Hälfte bei Grün überquerbar sein. Das besagt die Richtlinie für Lichtsignalanlagen (RiLSA) 2015.

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„In Essen gilt seit vielen Jahren, dass eine Mindestgrünzeit von sechs Sekunden anzusetzen ist. Ferner wird immer versucht, solange es die Randbedingungen zulassen, die Freigabezeit für den Fußgänger mindestens so hoch anzusetzen, dass er die gesamte Furt bei Grün überqueren kann“, erklärt Stadtsprecherin Michaela Lippek.

Zauberwort: Progressive Ampelschaltung

Heißt: Die Stadt Essen will vermeiden, dass du auf der schmalen Verkehrsinsel strandest und dort auf die nächste Grünphase warten musst, während 40-Tonner an deiner Nasenspitze vorbeidonnern. Insbesondere auf vielbefahrenen Straßen gibt es deshalb eine besondere Ampelschaltung.

>> Mehr verrückte Ampel-Geschichten

Das Prinzip nennt sich „progressive Ampelschaltung“ und gibt es nur in wenigen deutschen Städten. Zum Beispiel in Hamburg, aber eben auch in Essen.

Durch sie darfst du die Straße schon nicht mehr betreten, wenn du es ohnehin nicht ganz auf die andere Seite schaffen würdest. In die andere Richtung kannst du zeitgleich genüsslich herüberschlendern, ohne durch ein frühes „Rot“ unter Druck gesetzt zu werden.

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