Essen

Selbst-Test: Stress ist ein absoluter Abnehm-Killer - und was du dagegen tun kannst

So sieht ein HRV aus. Es wird auf die Brust des Sportlers geklebt für 24 Stunden.
So sieht ein HRV aus. Es wird auf die Brust des Sportlers geklebt für 24 Stunden.
Foto: bewegungsfelder

Essen. Jeder hat schon mal den Satz gehört: Stress schadet dir und verhindert, dass du abnimmst.

Aber warum? Und woran merke ich, dass ich gestresst bin? Und wie kann ich ihn vermindern?

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• Mehr Themen aus der Serie:

1. Abnehmen, meine „schlanke Jeans“ tragen, fitter werden! Wie ich das 2018 endlich durchziehen will (und was wirklich hilft)

Das machst du (vermutlich) falsch bei Sport und Ernährung: Das musst du ändern, um Resultate zu erzielen

3. Ich kann einfach kein Gemüse mehr sehen - so schwer ist eine Ernährungsumstellung wirklich

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Um mein Stresslevel an einem normalen Tag zu messen, klebt mir Stephan Erdmann vom Sport- und Höhenzentrum „bewegungsfelder“ in Essen ein HRV-Messgerät auf Höhe meines Herzens auf.

Dieses Herzratenvariabilität-Messgerät zeichnet 24 Stunden meinen Puls auf. Und auch hier gibt es wieder optimale Bereiche und weniger optimale. Dazu soll ich meinen gesamten Tag protokollieren. Inklusive Autofahrten und schlafen und essen.

Körper schüttet Stresshormon aus

Wenn wir Stress haben, schüttet unser Körper das Hormon Cortisol aus. Dieses Hormon trägt zusammen mit Insulin zur Regulierung des Blutzuckerspiegels bei. Außerdem führt die Ausschüttung von Cortisol dazu, dass mehr Fett und Wasser eingespeichert werden. Das stammt noch aus der Steinzeit: Zudem will unser Körper unter Stress mehr essen, denn es könnte ja sein, dass jederzeit ein Säbelzahntiger um die Ecke kommt und wir schnell losrennen müssen.

Heute essen wir immer noch mehr, wenn wir gestresst sind. Aber anstatt loszulaufen, drehen wir uns eher auf einem Bürostuhl. Und dann speichert der Körper das Fett einfach ab, damit er es in schweren Zeiten schnell zur Verfügung hat. Und er lässt es auch ganz sicher nicht so schnell los, da kannst du Sport machen wie du willst.

So lief mein Tag mit dem Messgerät

Ich habe einen recht ruhigen Start in den Tag mit einem Termin am Landgericht. Es geht um einen Fall, der mich nicht näher tangiert, ich fühle mich entspannt und kann relaxed meine Arbeit machen.

Die Fahrt mit dem Auto vom Landgericht in die Redaktion wird dann aber ganz anders. Ich fluche hinterm Steuer, rege mich über andere Autofahrer auf und komme „auf 180“ im Büro an. Der Rest des Tages ist wieder entspannt. Und auch die Nacht kommt mir recht normal vor.

HRV sagt etwas ganz anderes

Allerdings sagt das HRV am nächsten Tag etwas anderes. Klar, meinen Wutausbruch hinterm Steuer hat es natürlich aufgezeichnet. Dass ich aber auch relativ unruhig schlafe, wundert mich schon etwas.

Mehrere hohe Ausschläge verzeichnen in der Nacht ein hohes Stresslevel. „So als du nie richtig in der REM-Schlafphase bist. Du bist bzw. warst an diesem Tag gestresster als du dachtest“, erklärt Stephan Erdmann mir.

Den ganzen Tag müde

Dadurch bin ich den ganze Tag müde, komme nicht richtig in die Gänge und das stresst mich noch mehr. Ein Teufelskreis, den ich nur durch bewusste Entspannung, wie Meditation, viel Schlaf und natürlich auch hier wieder Sport, durchbrechen kann.

Denn wenn du zu gestresst bist, kannst du so oft zum Sport rennen und dich so gesund ernähren, wie du willst. Du wirst zwar abnehmen. Aber dein Körper wird mehr Fett speichern als nötig.

Also entspann dich mal wieder. Ich tue es auch.

Wieso ich mich beim Sport fühle wie eine alte Frau, erfährst du in der nächsten Episode des Projektes „Schlanke Jeans“.

 
 

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