Essen

SEK-Einsätze, Überfälle, wilde Müllhalden: Ist Frohnhausen das neue Ghetto Essens? Das sagt die Polizei

Wilde Müllhalde in Frohnhausen

In Frohnhausen wurde eine wilde Müllhalde weggeräumt.

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Essen. In Essen-Frohnhausen kam es in den letzten zwei Jahren immer wieder zu schweren Vergehen: Ob nun SEK-Einsätze, Überfälle im Gervinuspark oder wilde Müllkippen, die Straßenzüge säumen – die Delikte sorgten für Aufsehen.

Viele Anwohner sowie auch Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe sind sich deswegen einig: „Es wird immer schlimmer!“ Doch entwickelt sich der bürgerliche Stadtteil im Westen der Stadt wirklich immer mehr zu einem Brennpunkt?

Einsätze um neun Prozent gesunken

Polizeisprecherin Annika König widerspricht diesem Eindruck. Eine Nachfrage bei der Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz habe sogar ergeben: „Die Einsatzzahlen sind in Frohnhausen vom Jahr 2016 auf 2017 um neun Prozent zurückgegangen.“ Das betreffe Diebstähle genauso wie Körperverletzungen.

„Für dieses Jahr gibt es zwar noch keine Statistiken, aber laut der Direktion Kriminalität sind auch dort die Zahlen der Delikte in Frohnhausen gesunken“, so König.

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„2016 gab es 467 schwere Diebstahl-Delikte – 2017 waren es nur noch 315“, zählt König auf. Auch Wohnungseinbrüche solle es weniger gegeben haben: „Beim Wohnungsdiebstahl hatten wir 2016 insgesamt 34 Delikte – da sind sowohl die Versuche, wie auch die vollendeten Einbrüche mit eingerechnet. Letztes Jahr waren es nur 26.“

Polizei präventiv mehr vor Ort

Dass der Eindruck bei den Bürgern entstehe, in Frohnhausen würde es immer „schlimmer“ werden, beispielweise mehr Delinquenz vorhanden sein, erklärt König so: „An sich, das sagte auch der Kollege des Bezirksdienstes, hat der Bürger eventuell das Gefühl, dass mehr passiert, da wir präventiv mehr im Einsatz vor Ort sind.

Doch nicht nur in Frohnhausen seien mehr Bezirksdienstbeamte auf Streife – auch in anderen Stadtteilen, die durch die Stadt oder Innenministerium gesetzt worden seien, werde das gemacht.

„Die Beamten sind also nicht nur vor Ort, wenn gerade etwas passiert ist, sondern auch, um zu zeigen 'wir kümmern uns' und um potentielle Täter abzuschrecken“, fügt König erklärend hinzu.

 
 

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