Essen

Schwangere verschleppt und misshandelt - Neue Erkenntnisse zum Streit in libanesischer Großfamilie

Die Polizei hat mehrere Männer festgenommen.
Die Polizei hat mehrere Männer festgenommen.
Foto: WTVnewsEssen

Essen. Nach einem blutigen Streit innerhalb einer libanesischen Großfamilie hat die Polizei neue Informationen veröffentlicht.

Demnach erhielt die Polizei am Freitagmorgen gegen 3.50 Uhr einen dringenden Notruf. Eine junge Frau befinde sich in einem Mehrfamilienhaus am Beiseweg in Essen in großer Gefahr.

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Schwangere Frau mit massiven Verletzungen

Als die Polizei eintraf, fanden sie eine schwangere junge Frau (23) mit massiven Bauch- und Gesichtsverletzungen. Sie sagte den Beamten, an der Stadtgrenze Essen/ Bottrop überfallen, geschlagen und nach Essen gebracht worden zu sein.

Kurz darauf brach eine nahe Angehörige der 23-jährigen Verletzten in der Wohnung zusammen. Der Notarzt kümmerte sich um die beiden Frauen.

In einer der Wohnung darunter fanden die Beamten einen Mann, auf den die Täterbeschreibung der jungen Frau zutraf.

Polizei musste Gewalt gegen Männer anwenden

Als die Polizisten den Verdächtigen festnehmen wollten, kamen ihm weitere Männer zur Hilfe. Sie attackierten die Polizisten und versuchten, den Mann zu befreien. Nur mit körperlicher Gewalt konnten die Polizisten gegen die Angriffe vorgehen. Anschließend nahmen sie auch die vier Männer fest. Drei Polizisten verletzten sich dabei leicht.

Eine Kommission der Essener Kriminalpolizei klärt nun die Hintergründe der Tat. Einer der in Gewahrsam genommenen Männer wurde im Laufe des Tages entlassen.

Frau im Auto verletzt und verschleppt

Nach bisherigem Ermittlungsstand könnte die junge Frau laut Polizei nahe der Stadtgrenze Bottrop/Essen überfallen, körperlich misshandelt und gegen ihren Willen in einem Fahrzeug nach Essen gebracht worden sein. Vor Ort, in dem Fahrzeug und auch am Einsatzort im Beiseweg soll es zu den Misshandlungen gekommen sein.

Bei den beteiligten Personen handelt es sich um Essener mit libanesisch/kurdischem Migrationshintergrund.

Die Polizei sucht Zeugen: Hinweise bitte an die Polizei Essen, Telefon 0201-8290. (lin)

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