Essen

Schutz vor Terror: Stadt Essen hält am Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt fest

Insgesamt kommen 70 solcher Sperrblöcke zum Einsatz.
Insgesamt kommen 70 solcher Sperrblöcke zum Einsatz.
Foto: Essen Marketing GmbH
  • IS-Anhänger sollen einen Anschlag auf den Essener Weihnachtsmarkt geplant haben
  • Sie wurden bei einer Anti-Terror-Razzia festgenommen
  • So sieht das Sicherheitskonzept des Weihnachtsmarkts aus

Essen. Hatte es der „IS“ auf den Essener Weihnachtsmarkt abgesehen? Bei einer Anti-Terror-Razzia sind am Dienstag mutmaßliche IS-Anhänger festgenommen worden, die einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt geplant haben sollen.

Nachdem es im letzten Jahr immer wieder zu verheerenden Anschlägen mit Autos und Lkws in Innenstädten kam, haben viele Städte gerade jetzt zur Weihnachtsmarktzeit ihr Sicherheitskonzept verschärft.

Konzept wird nicht verschärft

In der vergangenen Woche hatte auch die Stadt Essen ihren Plan für die Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt vorgestellt. Wie Stadtsprecherin Silke Lenz gegenüber DER WESTEN erklärte, wird auch nach dem Bekanntwerden möglicher Anschlagspläne an diesem Konzept festgehalten.

„Wir haben ein detailliertes Sicherheitskonzept mit der Polizei und dem Veranstalter erarbeitet. Derzeit gibt es keinen Grund, dieses noch einmal zu überarbeiten“, so Lenz. „Wir haben es mit einer sehr abstrakten Gefahr zutun, wie bei jeder Großveranstaltung in wohl ganz Europa. Durch die bisherigen Hinweise ist die Gefahr für den Essener Weihnachtsmarkt auch nicht konkreter geworden.“

Rund 70 Sperrblöcke werden aufgestellt

Schon im März wurden die ersten Gespräche mit der Polizei geführt. Anschließend wurden folgende Details präsentiert: Rund 70 Sperrblöcke an 17 Stellen werden rund um die Veranstaltungsfläche aufgestellt. So kann kein Fahrzeug unbefugt auf den Weihnachtsmarkt oder in die Innenstadt fahren.

Essen investiert rund 100.000 Euro

13 dieser Sperren werden mobil sein. Es handelt sich dabei um Betonklötze auf Hubwagen, die mit Seilen verbunden werden. Die mobilen Sperren stehen während der Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes (sonntags bis donnerstags von 11 bis 21 Uhr, freitags und samstags von 11 bis 22 Uhr) dort.

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Außerdem gibt es vier feste Sperren aus Betonklötzen á 2,5 Tonnen. Im Bereich I. Hagen steht eine Schikane aus Containern, an der vom 22. bis zum 27. Dezember absolutes Halteverbot herrscht.

Den Innenstadt-Plan mit den Sperrungen findest du auch hier >>

Zehn Security-Mitarbeiter bewachen Sperren

Damit trotzdem keine Fahrzeuge versuchen können, sich unbefugten Zugang zu verschaffen, werden zehn Security-Mitarbeiter die mobilen Sperren bewachen.

Die Kosten, die sich insgesamt auf rund 100.000 Euro belaufen, wird die Stadt Essen tragen.

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