Schüler treten zum Schachturnier an

Schach als Grundschul-Fach – das wünscht sich Sebastian Siebrecht, Essens einziger Großmeister. Das königliche Spiel fördere das vorausschauende Denken, die Verantwortung für das eigene Handeln und es steigere die Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Dass es ihnen auch große Freude bereite, erlebe er bei seinen Schach-AGs an Schulen immer wieder. „Kinder lieben das Spiel.“

Siebrecht selbst hat Schach zunächst von Vater und Bruder gelernt, später hat er eine Schach-AG im Helmholtz-Gymnasium belegt. Inzwischen hat der gelernte Jurist Schach zum Beruf gemacht, berät Unternehmen und hält Vorträge zu Strategieprozessen. Aus eigener Erfahrung weiß er, wie wichtig es bei aller Spielfreude auch für jüngere Spieler ist, sich einmal im größeren Rahmen mit Gegnern zu messen. Darum veranstaltet er seit einigen Jahren das Sparkassen Turnier für Essener Grundschulen. Die 5. Auflage findet am Mittwoch, 19. Juni, ab 14.30 Uhr, in der Andreasschule an der Von-Einem-Straße statt. Für das Turnier werden zwei Gruppen gebildet (Klassen 1 und 2, sowie Klassen 3 und 4). Jedes Kind spielt fünf Partien à zwölf Minuten.

Andreasschule als Austragungsort

Teilnehmen können Schüler aller Essener Grundschulen. 30 Schulen waren schon im vergangenen Jahr dabei, immerhin ein Drittel der Essener Grundschulen. In diesem Jahr erhofft sich Sebastian Siebrecht sogar noch mehr Zulauf: Nachdem das Turnier vier Jahre lang im Steeler Stadtgarten ausgetragen wurde, habe man mit der Andreasschule in Rüttenscheid nun einen noch zentraleren Austragungsort gefunden.

Für jeden Jahrgang wird ein Einzelsieger ermittelt, außerdem gibt es eine Mannschaftswertung, bei der die vier besten Spieler jeder Schule berücksichtigt werden. Wer Glück hat, der darf am Ende womöglich gegen den „größten Schach-Großmeister“ antreten – so nennt sich Sebastian Siebrecht selbst. Und viele Einwände gegen diese Einschätzung dürfte es nicht geben: Der Mann misst 2,02 Meter.

 
 

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