Schreibhilfe vom Roman-Profi am Essener Burg-Gymnasium

Stefan Sprang, ehemaliger Schüler des Burg-Gymnasium ist an seiner alten Schule und macht mit Schülern ein Literaturprojekt
Stefan Sprang, ehemaliger Schüler des Burg-Gymnasium ist an seiner alten Schule und macht mit Schülern ein Literaturprojekt
Foto: WAZ
Autor Stefan Sprang ist selbst Absolvent des Essener Burg-Gymnasiums und kam jetzt zurück, um Schülern des Literaturkurses nützliche Tipps zu geben.

Essen..  Für Stefan Sprang ist es eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. 1986 hat er am Burg-Gymnasium sein Abitur absolviert. Jetzt kommt der Journalist und Romanautor zurück, um Schülern des Literaturkurses praktische Tipps zum Schreiben und zum Veröffentlichen von eigenen Texten zu liefern. „Früher hatte ich schon einmal die Idee, im Deutsch-Unterricht Schreibtipps zu geben. Dieser Kurs eignet sich dafür natürlich noch besser“, bemerkt Sprang.

Der Literaturkurs wird im elften Jahrgang angeboten und stellt das kreative Schreiben in den Mittelpunkt. Dabei entscheiden die Schüler selbst, welche Themen sie in welcher Form behandeln. Einmal in der Woche findet der Kurs mit Deutschlehrer Ansgar Wolff in einem extra dafür gestalteten Raum statt. „Das Projekt ist fächerübergreifend organisiert. Bei der Gestaltung unseres Raumes war ein Kunstkurs beteiligt, manche Schüler malen auch Bilder, die sich auf die Geschichten anderer Schüler beziehen“, betont Wolff und erklärt, dass alle Texte am Ende des Kurses in einem Buch zusammengestellt werden.

Zum Auftakt der Unterrichtsstunde liest Stefan Sprang aus seinem 2011 veröffentlichten Roman „Fred Kemper und die Magie des Jazz“. In verschiedenen Passagen aus dem Buch beschreibt der Autor den Lebensweg seiner Hauptfigur – von seiner Kindheit und der Entdeckung seiner Liebe zum Jazz über seine erste Jam bis zu der Entscheidung, Musiklehrer zu werden. Die zwölf Teilnehmer des Kurses verfolgen gespannt die Erzählungen über „Fred“.

Im Anschluss reicht die Zeit kaum, um alle Fragen zu beantworten. „Wie kommen Sie auf die Charaktere?“, „Wie lange brauchen Sie für einen Roman“, aber auch „Wie findet man eigentlich einen Verleger?“, wollen die Schüler wissen. Sprang geht auf jede Frage ein und macht kein Geheimnis daraus, dass er manche Charaktere nach dem Vorbild von realen Personen aus seinem Bekanntenkreis schafft.

Die Schüler nutzen die Gelegenheit, ihre Probleme beim Schreiben zu äußern. Bei zwei weiteren Treffen mit Stefan Sprang im Mai und im Juni arbeiten sie dann direkt an ihren eigenen Texten. Lukas hat bereits mehrere Geschichten geschrieben. Den 16-Jährigen interessieren vor allem die praktischen Tipps: „Es ist schon lange mein Traum, einmal Autor zu werden. Ich weiß, dass das nur nebenberuflich geht, gerade deshalb ist es spannend zu erfahren, wie das möglich ist.“

 
 

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