Schon damals: Evag soll sparen helfen

Aus der Lokalzeitung vom 23. Februar 1965:.  Das waren noch Zeiten: „Der Stadt Essen fehlen über zehn Millionen Mark“, wird in einem Artikel konstatiert. Heute sind es, nur mal so zum Vergleich, rund drei Milliarden Euro, doch neue Ideen, wie man dieses Defizit bekämpfen kann, sind in 50 Jahren eigentlich kaum entstanden.

Denn schon damals, das belegt der Artikel von vor 50 Jahren, soll der Öffentliche Personen-Nahverkehr für einen Ausgleich sorgen. „Die Evag“, heißt es, „wird auf Finanzhilfen der Stadt in Höhe von rund 2,3 Millionen Mark verzichten müssen.“

Dabei steht zu diesem Zeitpunkt schon fest, dass 1969 die Tickets teurer werden sollen, und 1965 ist das allererste Teilstück der U-Bahn – die Strecke vom Hauptbahnhof bis zur Philharmonie – gerade mal im Bau, wird 1967 eingeweiht.

An Sparszenarien hat sich die Evag längst gewöhnen müssen – erst zuletzt wurde ein Szenario öffentlich, das vorsieht, angesichts des Kostenzwangs den Takt der U11 von zehn auf 15 Minuten auszudünnen und mehrere Buslinien einzustellen.