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Schnee in NRW: Mehrere Unfälle durch Blitzeis – Wetterdienst warnt zum Wochenstart vor glatten Straßen

Schnee und Eis halten NRW in Atem. (Symbolbild)
Schnee und Eis halten NRW in Atem. (Symbolbild)
Foto: imago images/Tim Oelbermann

Essen. NRW ist weiß. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fiel im gesamten Bundesland massenweise Schnee. Und es wird die nächsten Tage nicht der letzte Schneefall gewesen sein.

Was für die Einen ein weißes Wunder ist, bedeutet für andere Stress. Vor allem Auto- und Radfahrer haben mit glatten Straßen und Wegen zu kämpfen, teilweise kommen die Kommunen mit dem Räumen und Streuen nicht hinterher.

Was das für deine Stadt bedeutet und alle weiteren Entwicklungen erfährst du hier im Newsblog.

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Montag, 25. Januar

13.45 Uhr: Duisburgerinnen müssen nach Unfall ins Krankenhaus

Eine Autofahrerin und ihre Beifahrerin (beide 21) sind in der Nacht zu Sonntag bei einem Unfall auf der Friedrich-Ebert-Straße verletzt worden. Als Schneefall einsetzte, kam der Nissan Micra von der Fahrbahn ab, touchierte einen Baum und schleuderte dann über die Straße. Die Airbags lösten aus.

Am Auto entstand ein Totalschaden. Rettungswagen brachten die beiden Frauen ins Krankenhaus. Eine der beiden musste die Nacht dort verbringen, die andere wurde ambulant behandelt.

Bei der Unfallaufnahme stellten Polizisten fest, dass zwei Reifen nicht genügend Profiltiefe hatten. Ob das Auswirkungen hatte wegen des plötzlich einsetzenden Schneefalls, ist unklar.

08.00 Uhr: Meteorologen rechnen mit noch mehr Schnee

Bewölkt und wechselhaft - so lässt sich der Wochenbeginn in Nordrhein-Westfalen zusammenfassen. Am Montag und Dienstag soll es im Land immer wieder Schneeschauer geben, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montag mitteilte.

Die Temperaturen liegen zum Wochenstart tagsüber bei maximal vier Grad. Nachts bleibt es nach Angaben des DWD kalt. Der Trend setzt sich am Mittwoch fort. Der Niederschlag gehe dann weitgehend als Regen nieder, so der Meteorologe. Nur im Bergland könne es erneut schneien.

07.05 Uhr: Minusgrade und weiterer Schneefall erwartet

Am Vormittag warnt der Deutsche Wetterdienst vor weiterem Schneefall und anhaltender Glätte. Besonders das gefürchtete Blitzeis könnte für Probleme auf den Straßen sorgen.

Bereits in der Nacht zu Montag hatte es wegen glatter Straßen mehrere Unfälle gegeben. kIn Olsberg im Sauerland verletzte sich eine 31 Jahre alte Fahrerin leicht, nachdem sie in einer Rechtskurve die Kontrolle über ihr Auto verloren hatte. In Altena und Iserlohn im Märkischen Kreis rutschten Räumfahrzeuge in einen Graben. Die Fahrer im Alter von 73 und 21 Jahren wurden dabei leicht verletzt. Im Rhein-Kreis Neuss kam eine 20-Jährige Frau von der glatten Straße ab und wurde leicht verletzt, als ihr Auto auf das Dach kippte.

Sonntag, 24. Januar

16.50 Uhr: Zahlreiche Unfälle wegen Glätte - A3 stundenlang gesperrt

Auf den Straßen des Landes kam es wegen des Schnees zu zahlreichen Unfällen. Mehr dazu hier >>> Unter anderem war es auf der A3 ab dem kreuz Breitscheid zu einem schweren Unfall gekommen, wodurch die Autobahn bis in den frühen Abend stundenlang gesperrt war.

Durch Schneelast umgekippte Bäume behinderten auch den Zugverkehr der Deutschen Bahn.

15.33 Uhr: Schnee bringt große Zelte zum Einsturz

Die Schneemassen brachten auch zwei Zelte in NRW zum Einsturz. Betroffen war eine Corona-Teststation in Solingen, das nach Feuerwehrangaben seit dem Mittag aber wieder in Regelbetrieb war. Außerdem stürzte in Heinsberg ein Zelt eines gestrandeten Zirkus ein. Unterstützer suchten über Facebook nach Spenden.

12.10 Uhr: Sauerland mit dicker Schneedecke bedeckt

Im Tagesverlauf zog das Sauerland nach und ließ sich vom Ruhrgebiet nicht austechen. In Lüdenscheid wuchs die Schneedecke innerhalb von vier Stunden von acht ebenfalls auf 17 Zentimeter.

+++ Düsseldorf: Mann verunglückt im Schnee – als er den Notruf absetzt, hat er ein gewaltiges Problem +++

10.05 Uhr: In Essen fällt am Sonntagmorgen der meiste Schnee

Innerhalb von acht Stunden bildete sich in Essen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) eine Neuschneedecke von bis zu 17 Zentimetern. Damit bildete Essen am Morgen die Schnee-Spitze in ganz NRW!

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Winterberg zieht positive Bilanz

Bereits am Samstag hatten Gemeinden wie Winterberg im Sauerland angekündigt, ihre Pisten abzusperren. „An den Stellen, wo gerodelt werden darf, haben wir überhaupt keine Verstöße“, bilanzierte ein Polizeisprecher des Hochsauerlandkreises am Sonntag. Insgesamt seien weniger Schneetouristen am Wochenende gekommen.

In der letzten Januarwoche kann es vor allem in den Nächten noch einmal winterlich weitergehen: In der Nacht zu Montag warnte der Wetterdienst vor Glätte und überfrierender Nässe. Im Südwesten des Landes soll dann wieder Schnee fallen.

Schneeregen und Schnee in Flachland erwartet

Der Montag stehe vielerorts im „Zeichen des Schauers“, sagte eine DWD-Meteorologin. Die Temperaturen lägen tagsüber zwischen zwei und vier Grad, bevor es in der Nacht zu Dienstag erneut schneien könne - im Bergland sei auf jeden Fall damit zu rechnen, im Flachland sei Regen oder Schneeregen möglich. (ak/fb mit dpa)

 
 

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