Schloss beherbergte Folkwang und Flüchtlinge

Bewegte Zeiten herrschten vor 70 Jahren im Schloss Hugenpoet: Im Zweiten Weltkrieg hatten die Wehrmacht und die Organisation Todt der Nationalsozialisten das Anwesen übernommen. Nach dem Krieg wurden Flüchtlinge hier untergebracht. Bis 1954 hatte zudem das Folkwang-Museum das Erdgeschoss gemietet, da das Museums-Gebäude im Krieg zerstört worden war. Mitte der 1950er-Jahre zogen die Großeltern der heutigen Besitzers in der Wirtschaftskrise endgültig aus und verpachteten das Anwesen zur neuen Nutzung an Hotelier Kurt Neumann. Die Einrichtung blieb größenteils im Schloss. Sie sorgt bis heute für das Ambiente, das Gäste aus den USA, Australien und arabischen Ländern anzieht. In den 70 Räumen des Ensembles sind 37 Zimmer und Suiten untergebracht, 75 Mitarbeiter kümmern sich um die Gäste. Auch eine Kapelle gehört zum Schloss, in dem am 12. Juni das 60-Jährige mit einer Champagner-Gala gefeiert wird. „In der Kapelle wurden unsere fünf Kinder getauft“, sagt Freiherr von Fürstenberg – mit geweihtem Wasser aus der Gräfte, dem Schlossgraben.

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