RWE unterliegt dem MSV - die Chronik des Chaos-Derbys

Essener Hooligans provozierten im Niederrheinpokal zwischen Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg eine 30-minütige Spielunterbrechung. Die Randalierer wollten das Spielfeld stürmen. Foto: Sebastian Konopka
Essener Hooligans provozierten im Niederrheinpokal zwischen Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg eine 30-minütige Spielunterbrechung. Die Randalierer wollten das Spielfeld stürmen. Foto: Sebastian Konopka
Foto: Sebastian Konopka/ WAZ FotoPool
Das Stadion Essen war das erste Mal ausverkauft, die Polizei mit mehreren hundert Beamten im Einsatz. Die Fans feierten Rot-Weiss Essen und den MSV Duisburg leidenschaftlich, bis Pyrotechnik aufs Spielfeld flog, Hooligans auf den Platz stürmen wollten und so eine Spielunterbrechung provozierten. Die Chronik des Abends zum Nachlesen.

Essen.. Auf dieses Spiel hatten RWE- und MSV-Fans seit Januar hingefiebert: Am Dienstag trafen der Viertligist aus Essen und der favorisierte Drittligist aus Duisburg im Halbfinale des Niederrheinpokals an der Hafenstraße aufeinander. Der Derby-Tag war geprägt von einem Großeinsatz der Polizei und toller Stimmung im erstmals ausverkauften Stadion Essen. Allerdings wurde der packende Elfmeterkrimi - der MSV siegte 3: 0 (1:1/0:0) - von Ausschreitungen und einer 30-minütigen Spielunterbrechung überschattet. Die Chronik des Abends zum Nachlesen.

22.40 Uhr: Die Bundespolizei meldet: Die Abreise der MSV-Anhänger verläuft friedlich. "Ich habe das Gefühl, die Fans sind alle sehr müde. Es gibt nicht mal mehr Fangesänge", berichtet Volker Stall, Sprecher der Bundespolizei.

21.46 Uhr: 1:4 steht es nach dem Elfmeterschießen. Der Sieg wird im Duisburger Block gefeiert - leider wieder mit Bengalos.

21.43 Uhr: Unsere Sportkollegen berichten im Live-Ticker natürlich auch vom Elfmeterschießen.

21.40 Uhr: Während im Stadion die Spannung steigt, bereitet sich die Bundespolizei längst auf die Rückreise vor: Die MSV-Fans müssen auf dem Rückweg über den Bahnhof Essen West. Eigentlich sollte der letzte zusätzliche Zug dort um 21.46 Uhr abfahren. Weil das Spiel wegen der Zwangspause länger dauert, steht die Bundespolizei nun in Kontakt mit der Deutschen Bahn und versucht Züge umzuorganisieren. „Wir gehen davon aus, dass wir alle Fans, die wieder zurück nach Duisburg wollen, auch wegbekommen“, sagt Volker Stall, Sprecher der Bundespolizei.

21.38 Uhr: Jetzt darf Sport1-Moderator Jörg Dahlmann doch ran und das Elfemeterschießen moderieren. Das hatte er sich vor dem Spiel gewünscht.

21.24 Uhr: Ausgleich in der 107. Spielminute.

21.12 Uhr: Ein "Sensationstor" schreiben unsere Sportkollegen hier. Der Torschütze für RWE: Alexander Langlitz.

21.09 Uhr: Tor für Rot-Weiss Essen: 1:0.

21.05 Uhr: Nach 90 Minuten steht es 0:0. Es geht in die Verlängerung. Wir erinnern uns daran: Jörg Dahlmann wollte doch ein Elfmeterschießen kommentieren.

20.41 Uhr: Der Schiedsrichter pfeift das Spiel wieder an.

20.33 Uhr: Der Stadionsprecher appelliert an die Fans: „Das ist eine Chance. Wenn noch mal ein Fan versucht, ins Innere zu gelangen, wird das Spiel abgebrochen.“

20.29 Uhr: Die Mannschaften kommen zurück auf den Platz. Die Polizeiketten, die die Fans vom Spielfeld zurückhalten sollen, bleiben stehen.

20.24 Uhr: Das Spiel ist immer noch unterbrochen. Helmut Schulte, Manager von Fortuna Düsselorf, holt sich eine Pommes.

20.20 Uhr: Die Polizeikette steht immer noch – vor der Westtribüne und der Gästetribüne.

20.10 Uhr: Das Spiel ist seit der 78. Spielminute unterbrochen, weil Essener Fans eine Nottüre zum Spielfeld geöffnet haben. Die Polizei hat sich mit Hunden vor dem Block aufgestellt. Die Beamten fürchten einen Platzsturm. Die Spieler haben das Feld verlassen.

Hälfte der Duisburg-Fahne im Essener Block

20.06 Uhr: Harald Hagen, Einsatzleiter der Polizei im Essener Stadion bestätigt, dass die Hälfte der Fahne der ältesten Duisburger Hooligangruppierung "Duisburg Forever" heute im Laufe des Tages zurückgegeben wurde. Die andere Hälfte zeigen einige RWE-Fans während des gesamten Spiels im Block. Seit der Halbzeitpause, in der MSV-Anhänger im Gäste-Block Bengalos zündeten, hat sich die Polizei an allen vier Ecken des Stadions postiert.

19.55 Uhr: Grüße aus Essen nach Dortmund: Im Stadion an der Hafenstraße singen die Duisburger Fans: "Champions League kann jeder, Niederrheinpokal-Sieger".

19.38 Uhr: Das wird wohl teuer für den MSV: Im Gäste-Block brennt es, die Fans zünden Feuerwerk und Leuchtspurmunition, einzelne Böller fliegen auf den Platz. Die MSV-Spieler gehen vor den Block und versuchen die Fans zu beruhigen.

19.28 Uhr: Halbzeitpause an der Hafenstraße. Es steht 0:0 und wir treffen Helmut Schulte, ehemaliger Bundestrainer und derzeit Sportvorstand bei Fortuna Düsseldorf. Er erzählt uns: "Ich bin das erste Mal hier im neuen Stadion und von der Stimmung ganz angetan. Ich hätte gerne meinen Kumpel Waldemar Wrobel getroffen, mit dem war ich mal auf einer Kreuzfahrt. Aber der wurde ja entlassen." Zum Spiel meint Schulte: "Ich bin gespannt, ob RWE als engagierte Mannschaft auch in der zweiten Halbzeit so gut spielen kann."

19.15 Uhr: Seit fünf Minuten ertönt: "Hey, Rot-Weiss Essen, wir stehen zu dir, Scheiß auf Liga 4". Teilweise singen die Haupt- und Gegengerade mit. Von beiden Seiten, RWE und MSV, gibt es jede Menge Schmähgesänge. Aber: Es ist bisher friedlich. Trotzdem: Kräfte der Einsatzhundertschaft haben sich zu Spielbeginn vor dem Duisburger Fanblock aufgebaut.

Kein Platz auf der Tribüne für Willi "Ente" Lippens?

19 Uhr: Seitenhieb von den Rot-Weissen für MSV-Fan und NRW-Innenminister Ralf Jäger: Die RWE-Fans zeigen ein Banner mit der Aufschrift: "Kraftlose Politik - beleidigte Jäger-Wurst".

18.50 Uhr: Ein Lob gibt es von unseren Reportern für die derzeit tolle Stimmung im Stadion: Die Gegentribüne schmnettert "Rot", die Westtribüne "Weiss", die Haupttribüne "Essen". Immer und immer wieder.

18.45 Uhr: Während ein MSV-Fan eine Rauchbombe zündet, herrscht auf der Tribüne Aufregung: Willi "Ente" Lippens findet keinen Platz mehr, weil er so lange beim TV-Interview war. Schließlich gibt es Entwarnung: Es ist doch noch ein Plätzchen für die RWE-Legende frei. Neben Willi "Ente" Lippens ist auch Otto Rehhagel im Stadion.

18.40 Uhr: Unter den Fans in der Westkurve sind auch Viola Fanatics aus Wien mit einer Banner vertreten. Beim Wiener Stadtderby am Wochenende war im Gegenzug ein Banner der Essener Ultras zu sehen.

18.35 Uhr: Anstoß an der Hafenstraße. Hier berichten die Kollegen vom Spiel.

18.30 Uhr: Essen Oberbürgermeister Paß sagt vor dem Anpfiff: "Auf ein Ergebnis will ich mich nicht festlegen, aber ich hoffe natürlich auf einen Sieg von RWE."

18.20 Uhr: Sport1-Moderator Jörg Dahlmann war schon bei unendlich vielen Spielen der Ersten und Zweiten Bundesliga. Jetzt steht er schwärmend im Stadion an der Hafenstraße: "Das ist eine ganz wahnsinnige Atmosphäre. Das finde ich einmalig." Er bedauere, dass es die Begegnung RWE und MSV viel zu selten gebe. Und Dahlmann hofft, dass er nachher ein Elfmeterschießen kommentieren darf.

18.15 Uhr: Für einen großen RWE-Fan ist eben gerade ein Traum in Erfüllung gegangen: Im Stadion wurde das Lied "Wir sind RWE" von Rapper Choma gespielt. Genau das hatte er sich im Interview mit uns gewünscht.

Bundespolizei und Polizei Essen zufrieden mit bisherigem Verlauf des Einsatzes

18.10 Uhr: 1650 MSV-Fans sind laut Angaben der Bundespolizei zum Spiel nach Essen angereist. Brenzlig wurde es am Hauptbahnhof, als einige MSV-Fans im Tunnel zum Ostausgang warten mussten, bis Busse sie zum Stadion brachten. Solange standen sich die Fußball-Anhänger und die Bundespolizei gegenüber. Doch außer "verbalen Auseinandersetzungen" sei die Lage friedliche geblieben, so Volker Stall, Sprecher der Bundespolizei.

18 Uhr: Polizei Essen und Bundespolizei ziehen eine Zwischenbilanz zum bisherigen Einsatz: "Die Lage ist schon angespannt", sagt Polizeisprecher Peter Elke. Aber der größte Teil der Fans sei friedlich. So hätten zahlreiche MSV-Fans die Polizei angesprochen, weil sie wissen wollten, wie sie sicher zum Stadion kommen. Auch die Bundespolizei ist mit dem bisherigen Einsatz zufrieden. Sprecher Volker Stall berichtet von Pyrotechnik im Hauptbahnhof und verbalen Auseinandersetzungen zwischen MSV-Fans und Bundespolizisten. Das wichtigste sei: "Bisher wurde niemand verletzt oder in Gewahrsam genommen."

17.55 Uhr: Viele Straßen in Essen sind dicht. Welche Wege sollte man meiden, fragen wir Polizeisprecher Peter Elke und der antwortet spontan: "Essen." Momentan könne die Polizei das Verkehrschaos nicht auf einzelne Straßen fixieren.

17.45 Uhr: Am Bahnhof Bergeborbeck sind MSV-Fans über die Gleise gelaufen. Laut Jürgen Kalisch, Sprecher der Bundespolizei, konnten sie von den Polizisten schnell eingeholt werden. Kalisch erklärt zudem: "Die Kollegen der Landespolizei begleiten zurzeit noch drei Busse mit 'Problemfans' vom Hauptbahnhof zum Stadion."

17.35 Uhr: Am Essener Hauptbahnhof herrscht ein riesiges Gedränge. Alle Sonderbusse zum Stadion sind innerhalb von Sekunden voll. Die meisten RWE-Fans sind verhalten, was einen Sieg ihrer Mannschaft angeht. Ein Anhänger sagt uns: "Ich erwarte mehr von der Stimmung als vom Spiel. Aber der Regen macht Hoffnung: Tiefer Rasen ist unser Vorteil."

MSV-Fans zünden Bengalos im Hauptbahnhof Essen

17.05 Uhr: MSV-Fans, die mit einem Regionalexpress am Essener Hauptbahnhof angekommen sind, haben laut Angaben der Bundespolizei dort Pyrotechnik gezündet.

16.55 Uhr: 500 MSV-Fans kommen noch mit dem zweiten Entlastungszug in Essen an. Sie sind gerade in Duisburg losgefahren. Nochmal 500 Anhänger der Zebras werden in einem weiteren Zug bis zum Essener Hauptbahnhof und von dort mit Sonderbussen zum Stadion gebracht.

16.35 Uhr: Circa 200 Polizisten sind am Bahnhof Bergeborbeck im Einsatz. Die ersten sechs Busse mit MSV-Fans fahren jetzt vom Bahnhof Bergeborbeck in Richtung Stadion an der Hafenstraße. Sie werden begleitet von Streifenwagen und Motorrädern der Polizei.

16.25 Uhr: Zu Fuß zum Stadion an der Hafenstraße - nicht mit der Polizei. Die hat die Hafenstraße weiträumig abgesperrt und will verhindern, dass die Fangruppierungen aufeinander treffen. Auch friedliche Fans sind davon betroffen. MSV-Anhänger Volker Milz (50) berichtet uns, dass er gegen 15.45 Uhr an der Star-Tankstelle an der Hafenstraße stand und von der Polizei in einen Bus zurückgeschickt wurde. Milz sagt: „Es wäre schön, wenn wir heute gewinnen. Aber noch wichtiger ist es, dass es friedlich bleibt.“ Es sei keine gute Idee gewesen, die Fahne in Duisburg zu stehlen. Er freut sich trotzdem auf das Spiel: „Das ist ein Highlight für beide Vereine.“

16.15 Uhr: Am Bahnhof in Essen-Bergeborbeck stehen etwa 30 Mannschaftswagen der Polizei. Gerade kommen dort die MSV-Anhänger an. Sie singen: "Hurra, hurra, der MSV ist das." Unterdessen wird bekannt, dass neben der Fahne der ältesten Duisburger Hooligangruppierung "Duisburg Forever" auch ein Blechschild gestohlen wurde, das am Clubheim "Sporteck" befestigt war.

In Duisburg werfen Fan-Gruppen Feuerwerkskörper

16.05 Uhr: Die Duisburger Bahnhofsplatte ist bevölkert von MSV-Anhängern. In zwei großen Gruppen sind die Zebra-Fans über die Königstraße in Richtung Hauptbahnhof unterwegs. Die letztere und größere der beiden Fan-Gruppen warf auch mehrere Feuerwerkskörper.

16 Uhr: Alle Hände voll zu tun hat die Essener Polizei heute: Neben dem Einsatz beim Niederrheinpokal-Spiel waren die Beamten auch beim Blitzmarathon im Einsatz und an einer Razzia gegen Hisbollah-Unterstützer beteiligt. Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) wertet die Partie am Abend als Risikospiel: Über 100 gewaltbereite und Gewalt suchende Fans erwartet die Polizei. Darum setzen die Beamten auf strikte Fantrennung.

15.50 Uhr: Auch die RWE-Fans haben ihre Mannschaft im Vorfeld des Pokalhits eingeschworen. Beim Ligaspiel gegen Verl zeigten sie ein Banner mit der Aufschrift: "Nur wer den Mut zum Träumen hat, hat auch die Kraft zum Kämpfen.

15.20 Uhr: Zur Einstimmung auf das Spiel hier einige Auszüge aus der RWE-Pokalgeschichte: So berichtete die WAZ über Rot-Weiss Essens Sieg über Duisburg 1993, den DFB-Pokalsieg 1953 und das Finale 1994. Zur Bildergalerie.

15 Uhr: Die Polizei hat den Parkplatz an der Eissporthalle am Essener Westbahnhof vorsorglich gesperrt. Eine Sprecherin der Essener Polizei erklärte: Da MSV-Fans an der Stelle vorbei müssten, wolle die Polizei vermeiden, dass es zur Beschädigung an dort geparkten Fahrzeugen komme.

Strenge Regeln zur Fanbekleidung im Essener Stadion

14.40 Uhr: Für Diskussionen sorgt seit Montagabend eine Ankündigung von RWE, wonach der Gastgeber es Anhängern des MSV Duisburg heute untersagt, auf der Haupt- und auf der Gegentribüne Fan-Artikel der Zebras zu tragen. Für den Bereich dort, den der Verein ursprünglich für RWE-Fans reserviert hatte, dürften sich auch etliche MSV-Fans Karten gesichert haben.

Ein Sprecher der Rot-Weissen erklärte, der Verein wolle damit Streit zwischen Anhängern beider Seiten verhindern: "Wir raten Gästefans bei allen Spielen dazu, auf der Haupt-, der Gegen- und der Westtribüne keine Fanartikel zu tragen." Diese Bestimmung der Stadionordnung akzeptiere jeder Zuschauer beim Kauf einer Eintrittskarte, weil sie Bestandteil der "Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen" sei. Beim Brisanzspiel heute aber werde das Sicherheitspersonal die Einhaltung der Stadionordnung strenger kontrollieren.

Im Gegenzug sind übrigens auf der Gottschalk-Tribüne, wo über 4000 MSV-Fans stehen und sitzen werden, rot-weisse Schals untersagt. Im VIP-Bereich, in dem 1300 Besucher erwartet werden, darf jeder tragen, was er möchte.

Die Bestimmungen zur Fanbekleidung sind laut RWE bereits seit November, als der Ticketverkauf startete, bekannt.

Polizei bestätigt: 30 Jahre altes Banner der Duisburger Hooligans gestohlen


14.20 Uhr: Die Nachricht verbreitet sich seit dem Morgen u.a. über das MSV-Fanforum wie ein Lauffeuer in Duisburg und Essen: Unbekannte sind offenbar am Dienstagmorgen in Duisburg-Wanheimerort in das Clubheim "Sporteck" der ältesten Duisburger Hooligangruppierung "Duisburg Forever" eingebrochen und haben eine Fahne gestohlen. Das hat ein Sprecher der Polizei Duisburg auf Anfrage bestätigt. Es soll sich um ein Jubiläums-Banner zum 30-Jährigen von Forever handeln.

14.10 Uhr: Zur Einstimmung eine Übersicht über die wichtigsten Begegnungen zwischen dem MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen seit 1953:

14 Uhr: Das Malocher-Image, die Geldnot, der Ruhrpott. Rot-Weiss Essen und der MSV Duisburg haben einiges gemeinsam. Am Dienstagabend wollen die Traditionsclubs an der Hafenstraße ins Finale des Niederrheinpokals einziehen. Die Leid erprobten Fans der Traditionsclubs fiebern dem Derby seit Januar entgegen. Vorab trafen sich zum Verbalduell zwei Fans, die ihren Verein seit Jahrzehnten begleiten: Marion Schübel aus Duisburg und RWE-Fan Helmut „Happo“ Tautges. Beide waren sich ... ziemlich sympathisch. Zum Interview

13.50 Uhr: Gestern besuchten etwa 500 MSV-Fans das Training ihrer Mannschaft, um die Spieler auf das Spiel einzustimmen. Die zuletzt wegen politischer Meinungsverschiedenheiten heftig zerstrittene Duisburger Fanszene zeigte sich dabei zumindest nach außen geschlossen: "Kräfte bündeln", stand auf dem Banner der Fans.

13.45 Uhr: "Ausverkauftes Haus. Es prickelt. Das wird geil!" So drückt der RWE-Vorsitzende Dr. Michael Welling vor dem Spiel seine Vorfreude aus.

Welling appelliert auch an die Fans beider Vereine: "Bei aller sportlichen Rivalität, bei aller gesanglichen Rivalität auf den Rängen, sollten wir in den Fokus rücken, dass es sich um ein Fußballfest handelt. Ein Fußballspiel, so wie wir es uns als Fußballfans wünschen – sowohl auf MSV, als auch auf rot-weisser Seite. Ich bin daher überzeugt, dass der überwiegende Teil der Fans sich am Dienstag stimmlich verausgaben wird und das Spiel genießen wird. Ich wünsche mir, dass sich alle Fans der Verantwortung bewusst sind, die sie bei diesem Spiel und dieser medialen Aufmerksamkeit auch durch die Liveübertragung im TV für ihren Verein tragen. Die Fans wollen für ihren Verein da sein, das geht durch Unterstützung. Auf Randale am und im Stadion können wir alle gerne verzichten."

 
 

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