RWE hat seinen Essener Turm an US-Fonds verkauft

Der RWE-Turm und vier weitere Gebäude von RWE am Rand der Essener Innenstadt gehören jetzt dem US-amerikanischen Immobilienfonds American Realty Capital Global Trust, Inc. (ARC).
Der RWE-Turm und vier weitere Gebäude von RWE am Rand der Essener Innenstadt gehören jetzt dem US-amerikanischen Immobilienfonds American Realty Capital Global Trust, Inc. (ARC).
Foto: WAZ FotoPool
Auch vier weitere RWE-Gebäude am Rand der Essener Innenstadt haben jetzt offiziell den Eigentümer gewechselt. RWE mietet seine Häuser - innen umgebaut - aber zurück. „Wir bekennen uns ausdrücklich zum Standort Essen“.

Essen.. Nun ist es offiziell: RWE und der US-amerikanische Immobilienfonds American Realty Capital Global Trust, Inc. (ARC) haben gestern die Verträge über den Verkauf und die Rückanmietung der Gebäude der RWE-Konzernzentrale am Standort Essen unterzeichnet. Wohlgemerkt: Es geht nicht nur um den markanten RWE-Turm von Star-Architekt Christoph Ingenhoven, sondern auch um die vier Nachbargebäudee, die nun im rRahmen eines „Sale and lease“-Geschäfts den Eigentümer wechseln.

Der Bürokomplex rund um den Turm am Opernplatz wird also weiterhin Sitz der Konzernzentrale bleiben. „RWE bekennt sich ausdrücklich zum Standort Essen und hat zu diesem Zweck mit ARC eine langfristige Rückanmietung der Gebäude vereinbart“, sagte Uwe Tigges, Personalvorstand der RWE AG. „Im Einvernehmen mit ARC gestalten wir derzeit die Büroetagen des Turmes dahingehend um, dass das Gebäude unseren Ansprüchen an moderne Arbeitsplatzkonzepte weiterhin gerecht wird“, erklärte Tigges weiter.

„Grundsätzlich ungeeignet für eine Konzernzentrale“

Tigges hatte vor einiger Zeit für Aufsehen gesorgt, als er erklärte, der Turm sei „aufgrund seiner runden Architektur grundsätzlich ungeeignet für eine moderne Konzernzentrale“. Es gebe zu viele Freiflächen und fensterlose Räume.

Über die Konditionen der Verträge wurde Stillschweigen vereinbart. Es stand aber zuletzt eine Forderung von RWE in Höhe von rund 120 Miollionen Euro im Raum. Den Bau der architektonisch preisgekrönten Firmenzentrale vor fast 20 Jahren hatte sich der Konzern 300 Millionen D-Mark kosten lassen.

[kein Linktext vorhanden] Außer dass der hochverschuldete Energieriese durch den Verkauf der Immobilien schnell an liquide Mittel kommen könnte, will sich RWE mit dem Verkauf-und-Mietmodell Flexibilität sichern. Der Personalabbau ist im Gange und niemand weiß, wie der Konzern durch die Verwerfungen der Energiewende in einigen Jahren dasteht – und mit wie viel Personal. Und: RWE hat an der Altenessener Straße, da wo die Wurzeln des Konzerns liegen, noch eigene Flächen.

 
 

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