Rüttenscheid soll schöner werden

Aus der WAZ vom 15. März 1986:.  Rüttenscheid soll schöner werden. Mit dieser Vorgabe und den Stimmen von SPD und CDU wird beschlossen die Rüttenscheider Straße auszubauen. Die „Rüttenscheider“ solle die attraktivste Straße Essens werden, was nach Meinung vieler durchaus gelungen ist. Der Ausbau nimmt einige Jahre in Anspruch, auch die Rüttenscheider Brücke über dem heutigen Messe-Parkplatz (damals fuhr hier noch ein Güterzug) wird erneuert.

Durch die Verbreiterung der Gehwege sollte die „Rü“ als Flaniermeile und Geschäftsstraße besser funktionieren, was auch gelang. Allerdings musste die Fahrbahn so auf 5,50 Meter verengt werden, und Radwege sollten abschnittweise auch noch hineinpassen. Damit hat man aus heutiger Sicht allerdings auch einige Konflikte geschaffen – vor allem der Anlieferungsverkehr blockiert morgens die Fahrbahn, zudem ist die Nähe zwischen Fußgängern und Radfahrern unfallträchtig.

Uneingeschränkt positiv: Die Rü erhielt eine Kirschbaum-Allee, die ursprünglich nicht zum Konzept gehörte, aber 1988 hinzukam. Sie war ein Geschenk von Tadashi Nakamura, einem Japaner, der in den 1950er-Jahren in Essen lebte und Bleibendes hinterlassen wollte.