Roland Weiss soll Essener Messe-Ausbau zum Erfolg führen

Roland Weiss soll den Ausbau der Messe Essen zum Erfolg führen.
Roland Weiss soll den Ausbau der Messe Essen zum Erfolg führen.
Foto: Armin Thiemer
Roland Weiss soll das ebenso ehrgeizige wie heikle 100-Millionen-Euro-plus-X-Projekt des Messe-Ausbaus zum Erfolg führen. Weiss bringt Erfahrung bei heiklen Bauprojekten mit - managte unter anderem Stadion-Neubau und Kreuzeskirche. Die Verantwortung ist groß - denn ein bauliches Desaster hätte weitreichende Folgen.

Essen. Roland Weiss, einst auf Zollverein fürs Bauen zuständig, soll das ebenso ehrgeizige wie heikle 100-Millionen-Euro-plus-X-Projekt des Messe-Ausbaus zum Erfolg führen. Er hat schon eine ICE-Strecke unter seinen Fittichen gehabt, genauso wie das Weltkulturerbe von Zollverein, und zuletzt managte er die Essener Projekte in (Klaus) „Wolffs Revier“ – vom Stadion-Neubau bis zur Kreuzeskirche.

Als er sich von letzterem trennte, wollte Roland Weiss eigentlich kürzer treten, was eigenes machen, kleinere Vorhaben verfolgen, doch jetzt soll der 56-jährige gelernte Architekt aus Kettwig für eines der heikelsten Projekte der jüngeren Stadtgeschichte den Helm des Bauherren aufsetzen: den mit Kosten von 100 Millionen Euro und mehr veranschlagten Messe-Um- und Ausbau an der Norbertstraße.

Der Gedanke, dass die Messe-Geschäftsführung jemanden an ihrer Seite braucht, der von Bauen allgemein und von Großprojekten im Besonderen wirklich Ahnung hat, kam der Stadtspitze offenbar am Rande eines Architekten-Kolloquiums, bei dem die städtische Tochter vor einigen Tagen nach Auskunft von Teilnehmern alles andere als eine gute Figur machte. „Ein solches Vorhaben zu stemmen“, so beeilt man sich intern zu entschuldigen, „gehört ja auch nicht zum Kerngeschäft der Messe“. [kein Linktext vorhanden]

Im Messe-Aufsichtsrat ist unter anderem OB Paß vertreten

Dennoch wagt mancher sich nicht auszumalen, welche weit reichenden Folgen ein bauliches Desaster auch in anderen Bereichen haben könnte – von den Stadtfinanzen bis hin zu politischen Verantwortlichkeiten. Immerhin stehen neben Oberbürgermeister Reinhard Paß auch die Spitzen der übrigen Ratsfraktionen durch ihre Mitgliedschaft im Messe-Aufsichtsrat in vorderster Front. Sie sind über die Personalie im Bilde.

Der Messe-Umbau soll vier Jahre dauern

Weiss soll dem Vernehmen nach im Herbst und dann für die auf rund vier Jahre Dauer kalkulierte Zeit des Messe-Umbaus den Job antreten, der ihn auf Augenhöhe mit der Messe-Geschäftsführung bringt. Ihm kämen dann in enger Abstimmung mit Stadt und Messe die Aufgabe zu, die Operation am offenen Messe-Herzen – schließlich soll der Ausstellungsbetriebe weitergehen – zu leiten und alle Entscheidungen zu verantworten, die den baulichen Part betreffen. Derzeit läuft der Architekten-Wettbewerb, der Sieger wird im Oktober gekürt.

Für die „neue“ Messe ist geplant, den kompletten Hallentrakt nördlich der so genannten Galeria, also die Hallen 4 bis 12 abschnittsweise abzureißen und durch vier großformatige Hallen zu ersetzen. Am Osteingang entsteht so ein weit überspannter Eingang, der das Gesicht der Messe Richtung Rüttenscheid prägt.

 
 

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