Essen

Repräsentative Umfrage zur Essener Tafel kommt zu eindeutigen Ergebnissen

Demonstration gegen Rassismus bei Essener Tafel

Vor der Essener Tafel wurde am 3. März gegen Rassismus demonstriert. NRW-Integrationsminister Joachim Stamp hat sich die Essensausgabe angeschaut.

Vor der Essener Tafel wurde am 3. März gegen Rassismus demonstriert. NRW-Integrationsminister Joachim Stamp hat sich die Essensausgabe angeschaut.

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Essen. Eine Umfrage des Instituts INSA zur umstrittenen Entscheidung der Essener Tafel kommt zu einem eindeutigen Ergebnis. Laut der Umfrage, die im Auftrag von „Bild“ erstellt wurde, halten 52,5 Prozent der Befragten Angela Merkels Kritik an der Tafel für falsch. 37,3 Prozent geben der Kanzlerin demnach recht.

Außerdem finden es 57,6 Prozent der Befragten richtig, dass die „Tafel entschieden hat, vorerst nur noch Inhaber eines deutschen Passes aufzunehmen“. 27,2 Prozent finden die Entscheidung falsch. An der Umfrage im Auftrag von „Bild“ nahmen 1052 Menschen teil.

Essener Tafel: Angela Merkel übte Kritik an Entscheidung

Vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass die Essener Tafel vorerst keine Ausländer mehr als Neukunden aufnehmen will. Bei der Ausgabe neuer Bezugsscheine setzte die Tafel diese Ankündigung vergangene Woche auch in die Tat um.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte diese Entscheidung in einem Interview kritisiert: „Da sollte man nicht solche Kategorisierungen vornehmen. Das ist nicht gut.“ (die Details zur Äußerung der Kanzlerin kannst du hier lesen). Später äußerte sich Regierungssprecher Steffen Seibert im Namen der Kanzlerin allerdings ausgleichender.

Unterstützung von Essens Oberbürgermeister

Von anderen Seiten bekam die Tafel nach ihrer Entscheidung hingegen Unterstützung, etwa von Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen und Linken-Chefin Sahra Wagenknecht.

Allerdings steht das INSA-Institut hin und wieder in der Kritik, weil die AfD in früheren Umfragen besser als bei anderen Meinungsforschungsinstituten abschnitt. Eine Nähe zur AfD streitet INSA-Geschäftsführer Herman Binkert jedoch ab. Das Wahlergebnis der Bundestagswahl habe die Prognosen des Instituts weitesgehend bestätigt. (fel)

 

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