Reporter radelt über Essens schlimmste Schlaglöcher

Fahrrad-Reporter fährt Schlaglöcher in Essen ab

Wir haben unsere Facebook-Fans nach Schlaglöchern gefragt. Unser Rad-Reporter Martin Spletter ist Schlaglöcher und Flickenteppiche abgefahren.

Beschreibung anzeigen
Videoblog „Essen auf Rädern“, Folge 12: Tiefe Krater im Asphalt sind nicht nur für Autofahrer ein Ärgernis. Wir sind Hinweisen unserer „Facebook“-Nutzer nachgegangen.

Essen. Wo ist Essens tiefstes Schlagloch? Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht, es sind insgesamt zu viele, aber die Schlaglöcher auf der Wuppertaler Straße in Heisingen haben gute Chancen, in der Hitparade der Essener Schlaglöcher ganz oben mitzumischen. Sieben Zentimeter, ich habe es selbst gemessen, so tief war ein Krater kurz vor der Kampmannbrücke am Baldeneysee.

Schlaglöcher – sie nerven nicht nur Autofahrer: Nein, liebe Leser, wenn Sie einen Radler Schlange fahren sehen, dann ist der wahrscheinlich nicht betrunken, sondern weicht nur den schlimmsten Löchern aus. Denn da, wo keine Radwege sind – oder keine akzeptablen Radwege –, da fährt der Radler auf der Straße, und schon haben Radler und Autofahrer mal wieder dieselben Probleme. Nach den Dreharbeiten für die neueste Folge unseres Videoblogs „Essen auf Rädern“ tat mir übrigens der Nacken weh.

Facebook-Nutzer gaben Hinweise

Tage vorher hatten wir über unseren Facebook-Account alle Nutzer im Netz gefragt: Wo ist Essens schlimmstes Schlagloch? Es gab reichlich Resonanz; die Wuppertaler Straße wurde dabei immer wieder genannt, und auch die Schürmannstraße in Bergerhausen. Dort gibt es einen alten Güterbahn-Übergang, der ist besonders tückisch: Nicht sonderlich tief, aber flächendeckend sind dort die Löcher und die reparierten Löcher, die wieder aufgebrochen sind, und an vielen Stellen in der Stadt sieht man sehr deutlich, was jahrelange Flickschusterei bewirkt: Die Probleme werden größer.

Ein ausgesprochen eindrucksvolles Beispiel für einen Flickenteppich, der zwar nicht tief, aber besonders groß ist, fanden wir in Frohnhausen an der Raumerstraße, direkt vor der Helmut-Rahn-Bezirkssportanlage. Gut fünf Meter lang zieht sich dort eine Asphalt-Patchwork-Arbeit mehrerer Jahre über die Strecke.

Bürger sollen alle neuen Schäden melden

Jetzt, da der Frost langsam überwunden scheint, fängt die Stadt wieder an mit ihren Ausbesserungs-Arbeiten, und obwohl die Verwaltung jährlich rund 4,2 Millionen Euro nur für Instandsetzungsarbeiten ausgibt, weiß und spürt jeder: Das reicht nicht. Immerhin: Essens Straßennetz ist mehr als 1500 Kilometer lang.

Mit dem so genannten „Kalt-Asphalt“ können nur Akut-Schäden behoben werden, wenn die dann nicht langfristig richtig saniert werden, dann bekommen wir immer mehr Flickenteppiche und Kraterlandschaften.

Die Stadt bittet die Bürger, neue Schäden zu melden – sie nimmt alle Fälle auf. Beschäftigt werden auch Straßen-Begeher, die den Zustand dokumentieren (und dann hoffentlich entsprechende Arbeiten in Gang bringen). Für den Essener Norden ist beim Amt für Straßen und Verkehr die Nummer 8866-350 zu erreichen, für den Süden die Nummer 8866-346.

 
 

EURE FAVORITEN