Reinhard Paß lässt sich auf neues Duell mit Kufen ein

Martin Spletter
Anfang September kam es vor mehreren hundert Zuschauern zu einem Schlagabtausch: Paß und Kufen bei einer Veranstaltung in der Volkshochschule.
Anfang September kam es vor mehreren hundert Zuschauern zu einem Schlagabtausch: Paß und Kufen bei einer Veranstaltung in der Volkshochschule.
Foto: FUNKE Foto Services
Die letzte direkte Begegnung der beiden Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters findet am Mittwoch in der Frida-Levy-Gesamtschule statt

Essen. Nach der Wahl-Schlappe vom 13. September lässt sich der angeschlagene Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) überraschend auf eine neue, direkte Begegnung mit seinem Herausforderer Thomas Kufen (CDU) ein. Am Mittwoch, 23. September, stehen die Kontrahenten bei der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters gemeinsam auf der Bühne der Frida-Levy-Gesamtschule (Innenstadt). Das gab die Schule am Freitag bekannt. Die Veranstaltung richte sich allerdings nur an die Schüler der eigenen Oberstufe, sei nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, hieß es. Paß und Kufen wollen sich am Mittwoch um acht Uhr morgens den Fragen von rund 250 Jugendlichen stellen.

Die Begegnung wird das dritte und letzte direkte Streitgespräch vor der endgültigen Entscheidung sein, die am Sonntag, 27. September, fällt. Ende August hatten Paß und Kufen ein gemeinsames Streitgespräch auf Einladung der Katholischen Jugend (BDKJ) geführt. Anfang September gab es ein Duell mit mehreren hundert Zuhörern in der Volkshochschule, zu der die WAZ-Schwesterzeitung NRZ eingeladen hatte. Weitere OB-Kandidatenrunden hatte Reinhard Paß abgesagt mit Verweis auf die Terminlage. Diese Absagen, unter anderem beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und dem Sportbund (Espo), werten Beobachter mittlerweile auch als Gründe dafür, warum Reinhard Paß am 13. September auch bei seinen traditionellen Stammwählern nicht punkten konnte.

Während Kufen die Zusage von Reinhard Paß für Mittwoch nicht kommentieren wollte, betonte Paß’ Büroleiter Harald Filip erneut, dass ausschließlich Termingründe für die Absagen in der Vergangenheit ausschlaggebend gewesen seien.