Raub im Park – Jugendbande lockt Opfer via WhatsApp in Falle

Eine Jugendbande lockte ihr Opfer in Essen per Handy-Nachrichten in den Hinterhalt.
Eine Jugendbande lockte ihr Opfer in Essen per Handy-Nachrichten in den Hinterhalt.
Foto: WAZ FotoPool
Ermittlungserfolg der Polizei: Eine Jugendbande hat einen Mitschüler ausgeraubt, nachdem sie ihn mit WhatsApp-Nachrichten in einen Park gelockt hatte.

Essen.. Brutal haben die Mitglieder einer Jugendbande einen Mitschüler im Essener Stadtgarten angegriffen, geschlagen und mit einem Messer bedroht. Den Tätern kamen die Spezialisten der Ermittlungsgruppe Jugend der Polizei Essen auf die Schliche. Demnächst müssen die 14- bis 16-Jährigen sich wohl für den Angriff auf den Mitschüler vor dem Jugendrichter verantworten.

Der Raub ereignete sich am 31. Januar: An diesem Tag war das Opfer, ein 17-Jähriger, zu einem Rendezvous mit einer 16-Jährigen im Stadtgarten verabredet – so dachte der Jugendliche. In den Tagen davor hatte das Mädchen ihm zahlreiche Nachrichten über den Kurznachrichten-Dienst WhatsApp geschrieben und ihm offenbar vorgegaukelt, Gefühle für ihn zu hegen.

Die beiden trafen sich im Stadtgarten. Doch die 16-Jährige hatte gemeinsam mit vier Mitschülern, die zwischen 14 und 15 Jahre alt sind und alle aus Essen stammen, einen perfiden Plan ausgeheckt: Das Mädchen ließ das Opfer kurz alleine, dann überfielen ihn die anderen Jugendlichen, schlugen und drohten mit einem Messer und raubten das Handy und die Geldbörse.

Intensivtäter hatte Bande angestiftet

Ein Fall für die Ermittlungsgruppe Jugend des Raubkommissariats: Die präsentierte am Mittwoch die Ergebnisse ihrer Ermittlungen. Demnach hatte ein 17-jähriger Intensivtäter aus Mülheim die fünfköpfige Bande zu der Tat angestiftet, war aber selbst nicht am Raub beteiligt.

Die Ermittler hatten nach der Tat die jungen Beschuldigten ausführlich befragt. Die Jugendlichen hätten am Anfang die Tat geleugnet und schließlich doch den Ernst der Lage erkannt. So konnten die Ermittler den Fall aufklären. „Die Bande wird sich nun vor dem Jugendrichter zu verantworten haben“, so die Polizei.

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