Rat der Stadt Essen trägt die Asyl-Pläne einstimmig mit

Der Rat der Stadt Essen hat in Sachen Asyl entschieden, wo es jetzt langgeht.
Der Rat der Stadt Essen hat in Sachen Asyl entschieden, wo es jetzt langgeht.
Foto: dpa
  • Rat der Stadt Essen hat am Mittwoch drastisch geschrumpfte Standort-Konzept für Asylheime beschlossen
  • Zahl der verfügbaren Asylplätze soll bis Ende 2017 von 9000 auf 4200 reduziert werden
  • Zahlreiche Standorte wurden zurückgestellt, drei Standorte stehen nun unter Beobachtung

Essen.. Ob der Rückzug der Stadt von den alten Asyl-Plänen nun allzu schnell oder immer noch nicht schnell genug geht – darüber ist die Politik weiter uneins. Dennoch beschloss der Rat am Mittwoch einstimmig das drastisch geschrumpfte Standort-Konzept, das die Zahl der verfügbaren Asylplätze bis Ende 2017 von ehedem 9000 auf nur noch gut 4200 vorsieht.

Pläne für Standorte bis auf Weiteres zurückgestellt

So werden die Pläne für Flüchtlingsheime an folgenden Standorten „bis auf Weiteres“ zurückgestellt: Hubertstraße (250 Plätze), Spielkampsweg (400), Prosperstraße (150), Beisekampsfurth/Stinnes-Stadion (400), Lahnbeckestraße (200), Antropstraße (100), Vaestestraße (400) und Wallneyer Straße (400).

Auch an der Erbslöhstraße soll nun kein Asylheim mehr entstehen, sondern ein klassisches Wohngebiet. Endgültig gekippt wurde zudem der Plan für eine Flüchtlingsunterkunft an der Straße Im Fatloh.

Den Vorschlag des Essener Bürger Bündnisses, drei weitere Asyl-Standorte auf Eis zu legen, nämlich an der Neu- und der Bonifaciusstraße (je 200) sowie am Pläßweidenweg (320), behält man zumindest im Blick. Eine Entscheidung könnte Mitte November mit Blick auf die dann aktuellen Zahlen fallen.

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