Räuber sticht in Altenessener U-Bahnhof auf 15-Jährigen ein

  • Polizei: "nordafrikanisch aussehender Mann" hatte 15-Jährigen am Sonntag, 17. Juli, gegen 10.50 Uhr überfallen
  • Am Tatort in der Altenessener U-Bahn-Station Karlsplatz filmten Kameras der Evag den Raubüberfall
  • Ermittler fahnden mit Videos un Fotos: Täter könnte reisender Krimineller sein

Essen. Die Essener Polizei hat vom 22. Juli bis zum 28. Juli öffentlich mit Videobildern einen Räuber gesucht, der einen 15-jährigen Schüler mit einer Stichwaffe verletzt hat. Die deutlichen Aufnahmen hatten Überwachungskameras der Essener Verkehrs-AG (EVAG) im U-Bahnhof Karlsplatz aufgezeichnet.

Hinweis der Redaktion: Nachdem der Polizei Essen bekannt wurde, dass der Täter in Bayern gefasst wurde, hat sie die Öffentlichkeitsfahndung am 28. Juli eingestellt. Die Fahndungsfotos und -videos hat unsere Redaktion darum gelöscht.

Der laut Polizei "nordafrikanisch aussehende Mann" hatte den 15-jährigen Schüler am vergangenen Sonntag, 17. Juli, gegen 10.50 Uhr in der U-Bahn-Station Karlsplatz in Altenessen mit einer Stichwaffe angegriffen.

Ziel des Täters war es offenbar von Anfang an, das Handy des Jugendlichen zu rauben, der sich mit dem Telefon in der Hand auf eine der Bänke im U-Bahnhof gesetzt hatte.

Verletzter Jugendlicher verfolgt U-Bahn-Räuber

Als der Jugendliche den Drohungen des Räubers nicht sofort nachkam, stach dieser mehrfach zu und ergriff zeitgleich das Mobiltelefon. Trotz der leichten Stichverletzungen verfolgte der Schüler den Räuber, brach jedoch ab, als der Bewaffnete ihn mit dem Tode bedrohte. Die Videoaufnahmen zeigen auch Szenen der kurzen Verfolgung.

Der Tatablauf deutet für die Ermittler darauf hin, dass der Räuber gezielt auf ein mögliches Opfer wartete, und so auch anderen Zeugen und Fahrgästen aufgefallen sein könnte.

Das Raubkommissariat KK 31 des Essener Polizeipräsidiums versucht nun auch mit den Filmsequenzen, die für die öffentliche Fahndung durch die Justiz freigegeben wurden, die Identität des unbekannten Mannes zu klären.

Die deutlichen Aufnahmen wurden offenbar von neuen Kameras der Evag aufgezeichnet. Seit dem Frühjahr laufen an den Stationen in Essen 530 Kameras im Dauerbetrieb und speichern alle Bilder automatisch. Auch in 41 U-Bahnhöfen und oberirdischen Stationen werden die Bilder erst nach 72 Stunden gelöscht. 250 neue Kameras sind so positioniert worden, dass sie die Fahrgäste praktisch auf Schritt und Tritt verfolgen – vom U-Bahn-Eingang bis zum Bahnsteig. Nirgendwo sonst in Essen gibt es eine derart großflächige Videobeobachtung.

Polizei Essen: möglicherweise reisender Krimineller

Möglicherweise handelt es sich um einen reisenden Kriminellen, der mit ähnlichen Straftaten bereits in anderen Städten des Landes aufgefallen ist. Die Polizei Essen bittet um Hinweise, die zur Klärung der Tat oder zur Identifizierung des Räubers führen können. Anrufe werden unter der zentralen Rufnummer des Essener Polizeipräsidiums 0201/ 8290 entgegengenommen.

 
 

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