Pullis und Shirts mit Logo - Schul-Bekleidung liegt im Trend

Martin Spletter
Anprobe-Tage am Gymnasium Werden: Dort wird derzeit eine neue Sammelbestellung vorbereitet. Die Kleidung ist in Grau und Bordeaux-Rot gehalten, den Farben der Schule. Jens und Vincent zeigen die neue Kollektion.
Anprobe-Tage am Gymnasium Werden: Dort wird derzeit eine neue Sammelbestellung vorbereitet. Die Kleidung ist in Grau und Bordeaux-Rot gehalten, den Farben der Schule. Jens und Vincent zeigen die neue Kollektion.
Foto: Essen
An Essener Schulen verbreitet sich seit Jahren Freizeitkleidung mit dem Namen der Schule. Die ziehen Kinder und Jugendliche nicht nur bei Sportveranstaltungen an, sondern auch privat und freiwillig. Eine Pflicht zum Schul-Pulli scheint allerdings nicht durchsetzbar zu sein, wie eine Realschule erfahren musste.

Essen. Am beliebtesten sind Kapuzenpullis aus Mischgewebe. „Die laufen nicht ein, die können Sie tausendmal waschen und in den Trockner tun“, sagt Veronika Schwarze. Sie war elf Jahre Mitglied der Schulpflegschaft am größten städtischen Gymnasium in Essen, dem Gymnasium Werden, und noch heute organisiert Veronika Schwarze maßgeblich die Schulkleidungs-Aktion mit: Am gestrigen Donnerstag und noch heute können interessierte Kinder und Jugendliche der Schule wieder anprobieren und dann bestellen.

Es geht nicht um Schul-Uniformen. Sondern um Freizeitkleidung: T-Shirts, Polohemden, Kapuzenpullis, und – neu im Werdener Sortiment in diesem Jahr – Jogginghosen. Die Textilien sind beflockt mit dem Emblem der Schule und entsprechenden Schriftzügen. Farbe der Textilien: Grau und ein rotblauer Burgunderton; die Farben der Schule.

Schulkleidung in Werden populär

Seit Jahren ist solche Schulkleidung in Werden populär. „Viele Jugendliche lernen Schulkleidung erstmals bei einem Auslandsaufenthalt kennen“, berichtet Lehrer Karsten Brill. „Wenn sie wieder zu Hause sind, wollen sie das dann hier auch.“ Die neuerliche Bestell-Aktion in Werden ging auf verstärkte Nachfragen der Schüler zurück. Die Eltern organisieren die Bestellung, zahlen müssen die Familien: Ein Kapuzenpulli bis Größe 164 kostet 24 Euro, in Erwachsenengrößen 25 oder 26 Euro.

Zu den ersten Schulen, die solche Kleidung einführte, zählt die Elsa-Brändström-Realschule in Bergerhausen. Vor rund acht Jahren fing man an, Pullis und T-Shirts mit dem Schullogo drucken zu lassen; an einem bestimmten Tag in der Woche sollten dann alle Schüler den „Brändström“-Pulli tragen. Damit sollte auch dem Klamotten-Marken-Druck unter Schülern etwas entgegengesetzt werden. Die Kollektion bei „Brändström“ werde regelmäßig erneuert, berichtet Schulleiter Michael Wolf. Jedoch: Den einen festen Tag pro Woche für das „Brändström“-T-Shirt gibt es nicht mehr. „Als verbindliche Einrichtung hat es sich nicht etabliert“, bedauert der Schulleiter.

Textilien für das Mariengymnasium

In Bergerhausen beflockt Unternehmerin Karin Hamm Textilien für das Mariengymnasium, die Maria-Wächtler-Schule, die Einstein-Realschule und andere, auch viele Grundschulen sind dabei. „Besonders beliebt sind die Produkte“, sagt Karin Hamm, „wenn Schüler selbst die Farben auswählen können.“ Nicht nur zu stadtweiten Sportveranstaltungen wird die Schulkleidung getragen – dort, wo ein einheitlicher Auftritt ohnehin erwünscht ist. Sondern: „Viele ziehen die Sachen bei langen Klausuren an, weil sie so bequem sind“, sagt Karsten Brill, Lehrer am Gymnasium Werden.