Essen

Promi-Bevorzugung beim Standesamt: Jetzt will Essens OB Kufen das benachteiligte Paar selber trauen

Hier werden Paare getraut - das Wasserschloss in Essen-Borbeck.
Hier werden Paare getraut - das Wasserschloss in Essen-Borbeck.
Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen. Happy End im Streit um die Trautermine im Schloss Borbeck?

Das Paar, das an einem Samstag im September zunächst keinen Trautermin mehr bekommen hatte, weil der Sohn des Alt-Oberbürgermeisters Reinhard Paß offenbar bevorzugt behandelt wurde, darf sich jetzt über eine ganz besondere Aufmerksamkeit freuen.

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen will Denise Hinrichsen und Marcel Baeker persönlich trauen!

Das bestätigt Stadtsprecherin Silke Lenz gegenüber DER WESTEN.

OB Thomas Kufen macht Lehrgang

Passenderweise macht Kufen im Juni einen - lange geplanten - dreitägigen Lehrgang, der ihn dazu befähigt, Eheschließungen vorzunehmen.

Laut Silke Lenz hat sich das Paar sehr über das Angebot des Oberbürgermeisters gefreut und hat es auch angenommen. Am 16. September um 8.30 Uhr werden sie nun als Brautpaar vor Kufen stehen.

Essener Paar bekam zunächst keinen Trautermin mehr

Was für eine schöne Wendung. Denn obwohl das paar pünktlich am Standesamt war, um den Termin zu reservieren, wurde ihnen abgesagt. Der letzte Termin des Tages - der eigentlich noch hätte frei sein müssen - sei schon belegt.

Wie sich später herausstellte, vom Sohn von Alt-OB Reinhard Paß. Der fürs Standesamt zuständige Leiter des Einwohneramtes, André Seibert, habe das eingestielt. Mit Seibert sei dazu jetzt „ein internes klärendes Gespräch“ geführt worden, sagt Stadtsprecherin Lenz.

Immerhin bot der Standesbeamte den zunächst verärgerten Denise Hinrichsen und Marcel Baeker den Zusatztermin um 8.30 Uhr an. Eigentlich starten die Samstagstrauungen erst um 9 Uhr.

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