Pro Asyl ist besorgt über Missstände im Essener Opti-Park

Im Opti-Park ist die Notunterkunft des Landes für Flüchtlinge untergebracht.
Im Opti-Park ist die Notunterkunft des Landes für Flüchtlinge untergebracht.
Foto: WAZ FotoPool
Beim stadtweiten Runden Tisch zum Thema Asyl berichteten Ehrenamtliche, die Situation im Opti-Park habe sich zwar verbessert. Sorgen bereitet ihnen jedoch die Sicherheitslage in der Notaufnahmestelle: „Eine Mutter erzählte, dass ihre 18-jährige Tochter mehrfach belästigt wurde.“

Essen. Der stadtweite Runde Tisch zum Thema Asyl ist am Mittwochabend zu seiner ersten Sitzung mit Sozialdezernent Peter Renzel zusammengekommen. Dabei ging es neben der Arbeit der Ehrenamtlichen auch um Missstände etwa in der Landeseinrichtung im Opti-Park.

Bernd Brack von Pro Asyl erklärte, dass sich die Situation dort zuletzt verbessert habe, so seien neben dem Betreiber European Homecare nun auch Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg vor Ort. „Die Erstberatung der Flüchtlinge können die aber nicht leisten, dafür kommen wir nun jeden Freitag mit fünf, sechs Pro-Asyl Mitarbeitern in die Einrichtung“, sagt Brack. Das Angebot sei kostenlos und mehrsprachig, etwa auf Arabisch oder Serbisch.

Ermittlungen gegen Sicherheitsdienst: keine neuen Erkenntnisse

Handlungsbedarf sieht Pro Asyl noch bei der Hygiene und bei der Sicherheit: So wünschten sich die Bewohner, dass sie ihre Zimmer abschließen könnten. „Eine Mutter erzählte, dass ihre 18-jährige Tochter mehrfach belästigt wurde.“

Ein Sprecher der Bezirksregierung erklärte, die Stimmung im Opti-Park sei im Moment „vergleichsweise friedlich“. Die Taschengeldausgabe am Dienstag habe reibungslos geklappt, das Essen sei zufriedenstellend.

Zu den Vorwürfen gegen Mitarbeiter des – gekündigten – Sicherheitsdienstes gibt es laut Polizei noch keine neuen Erkenntnisse.

Die Teilnehmer des Runden Tisches tauschten sich auch über Angebote wie Hausaufgabenbetreuung für die Heime aus. Bernd Brack regte ferner an, dass die Stadt Räume für eine zentrale Kleiderkammer bereitstellen möge. „Das in jedem Heim zu leisten, ist zu viel Aufwand für die Helfer.“

 
 

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