Essen

Postbote öffnet Briefe mit Gehaltsmitteilungen und gibt Daten an Betrüger weiter: Freiheitsstrafe

Foto: dpa

Essen. Ein Briefträger (70) eines privaten Postunternehmens hat zahlreiche Briefe eines Steuerberaters unterschlagen und geöffnet. Darin: Gehaltsmitteilungen von unterschiedlichen Unternehmen.

Die Bankverbindungen und Namen gab er dann an eine Betrügerbande weiter, die damit Mobilfunkverträge abgeschlossen haben.

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Deshalb ist der 70-Jährige jetzt vor dem Landgericht Essen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das bestätigt Gerichtssprecher Johannes Hidding gegenüber DER WESTEN.

Die Strafe für „Verletzung des Postgeheimnisses und Beihilfe zum Betrug“ fiel für den Senior deshalb so mild aus, „weil er vorher strafrechtlich noch nicht aufgefallen war und von der Datenweitergabe nicht groß profitiert hat“, so Hidding.

Die größere kriminelle Energie liege bei der Betrügerbande. Die ist allerdings noch nicht identifiziert.

(lin)