Populäre Radwege in Essen bringen neue Ansichten

Rad-Reporter Martin Spletter radelt nach Altendorf, zum neuen Niederfeldsee.
Rad-Reporter Martin Spletter radelt nach Altendorf, zum neuen Niederfeldsee.
Foto: Fuhrmann
Warum die Umwandlung von alten Güterbahn-Trassen in Radwege das beste Stadtmarketing ist, das es gibt: Weil Bürger ihre Stadt neu entdecken können.

Essen.. Der Videoblog „Essen auf Rädern“ schaut in seiner fünften Folge auf die populärsten Rad-Trassen der Stadt: Wir sind ein Stück der Grugatrasse sowie der Strecke „Rheinische Bahn“ für Sie gefahren.

Fazit: Es sind ja nicht nur gute Radwege. Es sind auch die wirksamsten Stadtmarketing-Instrumente, die man sich nur denken kann. Stadtmarketing für die eigenen Bürger, denn: Neue Wege auf alten Strecken bringen vollkommen neue Stadt-Ansichten hervor – auch erfahrene Essener lernen so ihre Heimat neu kennen. Vor allem, was die Rheinische Bahn betrifft: So haben Sie den Westen noch nie gesehen!

Dabei ist die Umwandlung von alten Güterbahnstrecken in Rad- und Fußwege keine neue Erfindung. Die Grugatrasse zum Beispiel wurde 1998 eingeweiht, zumindest das Stück von der „Zornigen Ameise“ bis zum Grugapark. Die Strecke war zuletzt arg ramponiert, der Pfingststurm spülte dann den letzten Rest der Schotter-Oberfläche weg, sodass die Trasse zwischen Bergerhausen und Girardethaus jetzt neu asphaltiert worden ist. Ein weiteres Teilstück bis zum Gruga-Eingang „Orangerie“ soll folgen.

Neue Ansichten, die sich lohnen

Die Trasse „Rheinische Bahn“ hingegen wurde erst im Kulturhauptstadtjahr eingeweiht. Von der Uni aus erschließt sich hier ein Weg nach Westen bis Borbeck und weiter, und mindestens der Niederfeldsee in Altendorf ist eine echte Attraktion, die man erstens bestens von der Trasse „Rheinische Bahn“ besichtigen kann und die man zweitens wirklich mal gesehen haben sollte. Besonders nett sind die alten Relikte aus Güterbahn-Zeiten am Wegesrand: Es grüßen Zugsignal-Anlagen, die man hat stehen lassen.

Wir sind die Strecke, wie Sie im Video sehen werden, nur bis Altendorf gefahren, aber dass die Weiterfahrt lohnt, muss hier nicht extra betont werden. Oder dass durch den direkten „Abzweig Borbeck“ das Mittelzentrum Borbeck und somit der riesige Nordwesten der Stadt mit seinen mehr als 60.000 Einwohnern viel näher an den Stadtkern von Essen gerückt ist.

Im Video sehen Sie den neuen Niederfeldsee in Altendorf und, am Ende, als wir wieder an der Uni sind, das andere Vorzeige-Bauprojekt, das Essen beflügelt hat, und auf das heute zurecht alle stolz sind: das Uni-Viertel. Von der Trasse „Rheinische Bahn“ aus radeln Sie quasi direkt ‘rein. Neue Ansichten, die sich lohnen. Fahren Sie mal hin!

 
 

EURE FAVORITEN