Polizei verbot "Spontandemo" der NPD zum Bahnhof Borbeck in Essen

MIt einem überschaubaren Aufgebot protestierten Anhänger der NPD am Freitagabend in Essen.
MIt einem überschaubaren Aufgebot protestierten Anhänger der NPD am Freitagabend in Essen.
Foto: Foto: Olaf Fuhrmann
Die Polizei hat der rechtsextremen NPD am späten Freitagabend eine spontan angekündigte Demo im Nachklapp zur Kundgebung vor dem Wasserturm verboten. Grund für den kurzfristig angekündigten Marsch war, dass sich die NPD-Anhänger von den Gegendemonstranten in die Ecke gestellt fühlten.

Essen. Im Nachgang zur NPD-Kundgebung am Freitag Abend in Frintrop hat die Polizei einen Marsch der Rechten zum Bahnhof Borbeck verboten. Nach Angaben der Polizei hatte der Versammlungsleiter der NPD gegen 19 Uhr eine „Spontandemonstration“ zum Bahnhof anmelden wollen; offenkundig als Reaktion darauf, dass 300 Protestierer die 23 Teilnehmer der NPD-Kundgebung im Wortsinn in die Ecke gestellt hatten. Diese Anschluss-Kundgebung habe die Polizei aus Sicherheitsgründen verboten, sagt Polizeisprecher Raymund Sandach.

Zuvor hatten die 23 Anhänger der NPD vor dem Wasserturm in Frintrop gegen die Unterbringung von Asylbewerbern mobil machen wollen. 300 Gegendemonstranten hatten sich ihnen in den Weg gestellt. Die Polizei sicherte die Kundgebungen mit rund 100 Kräften. Insgesamt blieb die Lage ruhig.