Essen

Polizei Essen: Fast 10.000 Euro aus Asservatenkammer verschwunden – „Trifft uns besonders“

In Essen sind fast 10.000 Euro aus der Asservatenkammer der Polizei verschwunden. (Symbolbild)
In Essen sind fast 10.000 Euro aus der Asservatenkammer der Polizei verschwunden. (Symbolbild)
Foto: dpa

Essen. Patronen, Schmuck, Gift, Autos, ja sogar Straßenbahnen werden in den Asservatenkammern der Polizei Essen aufbewahrt. Was sich dort seit Mitte Dezember jedoch nicht mehr befindet: 9475 Euro.

Der Betrag,der in einem Briefumschlag steckte, ist spurlos aus der Verwahrstelle im Polizeipräsidum Essen verschwunden. Aufgefallen ist dies, als die Staatsanwaltschaft nach dem Asservat gefragt hatte.

Bei Ermittlungen wegen des Verdachts auf Sozialbetrug war die Summe eingezogen worden, nun ist sie weg. Das Verfahren läuft noch.

Verlust des Asservats wiederspricht Selbstverständnis der Polizei Essen

Der Polizei ist das Fehlen des Geldes unangenehm. Auf Nachfrage erklärte Polizeisprecher Peter Elke: „Bisher gab es bei der Polizei Essen keine gravierenden Fälle dieser Art. Das wiederspricht unserem eigenen Sicherheitsverständnis.“

Denn eigentlich soll die Behörde dafür garantieren, dass die Beweismittel eben nicht abhanden kommen. Daher „trifft uns das besonders“, so Elke.

Essen: Polizei veranlasst Inventur

Bevor der Verlust aufgefallen war, hat die Polizei eine Inventur ihrer Asservate veranlasst. Immerhin sammeln sich Gegenstände in mehreren gesicherten Bereichen der Dienststellen.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Bochum: Riesen-Schreck in der Straßenbahn – Mann (32) schießt aus offener Tür

Räuber attackiert in Essen Seniorin im Schlaf – mit ihrer Reaktion hat er nicht gerechnet

• Top-News des Tages:

McFit postet Schwulen-Foto – und löst gewaltige Debatte bei Kunden aus: „Das ist traurig“

„Wer wird Millionär“: Kandidat macht Freundin einen Heiratsantrag – mit ihrer Reaktion hätte so niemand gerechnet

-------------------------------------

Ermittlungsarbeit beginnt möglicherweise in den eigenen Reihen

„Wir haben bisher keine Hinweise auf Veruntreuung“, sagt Elke.

In erster Linie gehe es nun darum, den fehlenden Geldbetrag von 9475 Euro aufzufinden. Sollte dies nicht geschehen, muss wegen einer möglichen Straftat ermittelt werden. Die Ermittlungsarbeit beginne somit im Präsidium und nicht – wie sonst üblich – außerhalb der Mauern.

Auch das Innenministerium ist in Kenntnis gesetzt worden. Dort setzt man darauf, dass die Essener Kollegen den Fall sorgfältig aufarbeiten werden.

Erst vor kurzem waren bei Ermittlungen auf einem Campingplatz in Lügde, auf dem tausendfach Kinder missbraucht wurden, ein Koffer mit Beweismitteln abhanden gekommen. Mehrere Polizeiwachen im Kreis Lippe sind daraufhin am Dienstag durchsucht worden.

 
 

EURE FAVORITEN