Essen. Knapp zwei Wochen nach dem Busunfall in Katernberg ist die Ursache trotz der Auswertung der Videoaufnahmen weiterhin unklar. Am 9. Oktober wurde ein 23-jähriger Mann, der an der Haltestelle Meerkamp in einen Bus der Linie 170 einsteigen wollte, von der Tür eingeklemmt, zehn Meter mitgeschleift und schwer verletzt.
Die Evag übergab der Polizei die Videoaufnahmen des Busses. Darauf ist zu erkennen, dass das Opfer von außen seinen rechten Fuß zwischen die noch geöffneten Flügeltüren stellte, damit sein nachfolgender Begleiter rechtzeitig den Bus erreichen würde. Doch dann schloss sich die Tür, so dass der Fuß des Mannes eingeklemmt wurde. Der Bus fuhr los, der Mann wollte sich noch am Türrahmen festhalten, wurde dann aber zehn Meter mitgeschleift.
Nach Angaben der Polizei hätte sich die Tür nicht schließen dürfen. Die Frage ist, warum dies trotzdem geschah. Auch die Verkehrsgesellschaft Evag hat keine Antwort. „Wir können uns das nicht erklären“, sagt Evag-Sprecher Nils Hoffmann. „Wir haben in unserem Betriebshof alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft, um den Fehler herauszufinden. Wir müssen jetzt einen Sachverständigen einschalten.“
Der Linienbus bleibt weiterhin außer Betrieb. Hoffmann: „Erst wenn eine gutachterliche Unbedenklichkeit bescheinigt wird, geben wir das Fahrzeug wieder frei.“