Polizei befürchtet Kapitalverbrechen im Vermisstenfall Pierre Pahlke

Kurz nach dem Verschwinden ihres Sohnes gingen auch seine Eltern Öffentlichkeit: Frank Pahlke und Manuela Pahlke-Lischka.
Kurz nach dem Verschwinden ihres Sohnes gingen auch seine Eltern Öffentlichkeit: Frank Pahlke und Manuela Pahlke-Lischka.
Foto: Stephan Witte
Im Vermisstenfall Pierre Pahlke geht die Polizei weiter verschiedene Spuren nach. Eine entscheidende ist auch vier Wochen nach dem Verschwinden des 21-Jährigen noch nicht darunter. Ein Sprecher der Essener Polizei sagt: „Wir müssen auch eine schwere Straftat oder ein Kapitalverbrechen befürchten.“

Essen. Nach vierwöchiger Suche schwindet die Hoffnung den vermissten 21-jährigen Pierre unversehrt wiederzufinden. Offiziell ermittelten die Beamten weiter in einem Vermisstenfall, sagte Polizeisprecher Peter Elke am Dienstag.

„Wir müssen aber auch eine schwere Straftat oder ein Kapitalverbrechen befürchten.“ Pierre habe sich immer nur in einem kleinen Bereich bewegt und hätte sich nicht weit entfernt. „Die Gefahr wird von Tag zu Tag größer. Wir haben keine Spuren befunden, die auf eine Vermisstensache hindeuten“, so Elke.

„Es ist nur eine Spur von vielen, der wir zur Zeit nachgehen“

Der geistig stark zurückgebliebene Pierre war am 17. September zuletzt gesehen worden. Seither sucht die Polizei intensiv nach ihm. Vergangene Woche nahm die Polizei einen Mieter eines Mehrfamilienhauses fest. Nach seiner Vernehmung sei er aber als nicht dringend tatverdächtig auf freien Fuß gesetzt worden. Genauere Angaben wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen.

Die Untersuchungen zu dem Mehrfamilienhaus seien jedoch noch nicht abgeschlossen. Laut Polizeisprecher Peter Elke ist „eine Vielzahl von Wohnungen“ betroffen. „Es ist nur eine Spur von vielen, der wir zur Zeit nachgehen“, sagte Elke. Spürhunde hatten die Polizei zu dem Haus geführt. Es liege etwa 500 Meter von der Einrichtung entfernt, in der Pierre lebt. (dpa)