Planungsworkshop für Gesamtschule

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Stadtwald..  Was wird aus Gebäuden und Gelände der Gesamtschule Süd nach deren Auslaufen spätestens 2020? Die Politiker der Bezirksvertretung (BV) II haben nun als erste Beteiligte den Finger gehoben: Parteienübergreifend wollen sie einen runden Tisch, an dem Bürger mit Politikern über die Zukunft der Fläche beraten.

„Öffentlichkeit mit einbeziehen“

„Es ist wichtig zu hören, dass die Gebäude nicht langfristig als Schule benötigt werden. Und da keine Rückzahlungen ans Land NRW zu befürchten sind, sollte man frühzeitig über die Planungen nachdenken“, stellte Hans Schippmann (CDU), stellvertretender Bezirksbürgermeister, in der vergangenen Sitzung der BV II fest. Sein Kollege, SPD-Sprecher Peter Lankes, gab ihm Recht: „Wir fordern die Verwaltung auf, bei der Planung rechtzeitig die Öffentlichkeit mit einzubeziehen. Sonst haben wir wieder ein leer stehendes Gebäude wie das Berufskolleg Holsterhausen.“

Zu lesen bekommen hatten die Politiker im Vorfeld eine Stellungnahme der Stadt, die die CDU vor der Sommerpause gefordert hatte. „Rechtliche Ansprüche auf eine Schulnutzung können nicht geltend gemacht werden“, steht darin zu lesen. Die Befürchtung, dass die Stadt Gelder ans Land zurückzahlen müsse, die sie in den 1990er- Jahren für einen Neubau auf dem Gelände erhalten habe, würden sich nicht bestätigen – 2020 sei die 20-jährige Frist auf Schulnutzung abgelaufen. Von den alten Gebäuden aus dem Jahr 1966 ist gar nicht mehr die Rede. Einzig die Turnhalle müsse erhalten bleiben, ansonsten drohten Rückzahlungen in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro. 2010/11 war hier die energetische Sanierung aus dem Konjunkturpaket II finanziert worden. Darüber hinaus sei die Halle für den Vereinssport unverzichtbar.

Dass sich die Schulverwaltung derzeit eine Nutzung des Gebäudekomplexes noch vorbehält, beunruhigt Schippmann nicht. „Das ist völlig normal. Man weiß ja nie, ob man übergangsweise noch andere Klassen dort unterbringen muss“, erläutert Schippmann, der viele Jahre im Schulausschuss gesessen hat. Er sähe aber „aufgrund der Erfahrung im Umfeld“ keinerlei Gefahr, dass die GS Süd langfristig ein Notstopfen werde.

Schippmann selbst kann sich Wohnbau auf der Fläche vorstellen, aber auch die Ansiedlung eines Forschungsinstitutes. „Oder beides zusammen, wenn der Platz reicht“, sagt er. Ihm schwebt eine Befragung der Bürger vor Ort vor, um dann zu einer Versammlung oder zum Runden Tisch zu laden. Um das Ganze verbindlich zu gestalten, will er in den kommenden Monaten auf einen Ratsbeschluss hinwirken.

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