Steele sagt es durch die Blume

Michael Heiße
Gärtner Immuanuel Immergrün
Gärtner Immuanuel Immergrün
Foto: Agentur Prinz
Der Gartenmarkt am 26./27. April ist nur der Auftakt zu einem überaus bunten Mai in der City. Léon Finger vom Initiativkreis City Steele erklärt das Konzept

Steele.  Frühlingsgefühle in Steele: Zum Start in den Wonnemonat Mai hat sich der Initiativkreis City Steele (ICS) wieder einiges einfallen lassen: Blumenmarkt, Tanz in den Mai, zwei Steeler Musikgärten und die Frühjahrskirmes mit verkaufsoffenem Sonntag. Mit ICS-Chef Léon Finger sprach Michael Heiße über ein insgesamt neun Tage währendes Event mit einer leicht veränderten Konzeption.

Herr Finger, der Ruf der Marktschreier ist kaum verklungen, da geht es in der Steeler City schon wieder rund. Sind die Steelenser schon wieder in Feierlaune?

Das will ich doch stark hoffen, aber ich glaube es auch. Der Erfolg unser Veranstaltungen gibt uns Recht. Immerhin geht der Blumen- und Gartenmarkt bereits in seine fünfte Auflage. Und in den Mai tanzt Steele auch schon im dritten Jahr. Unser buntes Programm ist unsere Stärke und kommt gut an.

Also alles wie gehabt?

Nicht ganz. Im Vergleich zu den Vorjahren startet unsere Frühjahrskirmes diesmal zeitgleich mit dem Tanz in den Mai. Normalerweise hätte der Rummel erst am 3. Mai, dem Samstag, begonnen. Nun reihen sich die einzelnen Veranstaltungen wie an der Perlenschnur gezogen, bilden also einen Block vom 26. April bis zum 4. Mai mit insgesamt sieben Veranstaltungstagen. Die zweitägige Unterbrechung direkt nach dem Blumenmarkt brauchen und nutzen wir für den Auf- und Abbau der Stände und Fahrgeschäfte. Es wird – streng genommen – also keinen Leerlauf geben. Vom Auftakt bis zum verkaufsoffenen Sonntag, der traditionell den Abschluss bildet.

Gibt es weitere Gründe für dieses modifizierte Konzept?

In der Tat. Zum einen tragen wir damit auch dem Wunsch der Kirmesbeschicker und Schausteller Rechnung, die sich einen gewissen „Mitnahme-Effekt“ versprechen. Zum anderen wird durch die Bündelung der Mai-Aktivitäten auch die Organisation erleichtert. So bleiben der Grillstand, die Bühne, der Getränkestand sowie das Kinderkarussell während der gesamten Zeit auf dem Kaiser-Otto-Platz präsent. Gleiches gilt für den Tanzboden, den wir während des Blumenmarktes als Sitzpodest nutzen. Beim „Tanz in den Mai“ stehen die Tische und Bänke dann rundherum. Zudem passt die Kirmes auch thematisch perfekt ins Gesamtbild.

Aber ist dieser große Block nicht vielleicht doch etwas üppig?

Ich denke nicht. Vielleicht kam wegen der Aktivitäten zum 1075-Jährigen Steeles der Eindruck auf, im Stadtteil würde nur gefeiert. Doch im Grunde genommen passiert in Steele von Januar bis März nichts. Und nach dem Gesundheitstag Ende Mai ist bis zur Steeler Gourmetmeile im September Ruhe. Bei zwei weiteren verkaufsoffenen Sonntagen und dem Weihnachtsmarkt ist da noch Platz im Veranstaltungskalender. Deshalb will die AG2010 nun die „Route der Ladenkultur“ um ein Künstlerdorf erweitern.