Ruhrhalbinsel: Pfarrei verschickt Fragebögen an Katholiken

Wie können mehr Menschen für Kirche begeistert werden? Auch darum geht es im Pfarreientwicklungsprozess; nun sollen  Katholiken auf der Ruhrhalbinsel befragt werden, darunter die Mitglieder von St. Suitbert (hier im Bild).
Wie können mehr Menschen für Kirche begeistert werden? Auch darum geht es im Pfarreientwicklungsprozess; nun sollen Katholiken auf der Ruhrhalbinsel befragt werden, darunter die Mitglieder von St. Suitbert (hier im Bild).
Foto: Ulrich von Born
Katholische Haushalte erhalten mit dem aktuellen Pfarrbrief einen Fragebogen, der Angebote und Strukturen der Gemeinden auf den Prüfstand stellt.

Essen-Ruhrhalbinsel..  Braucht eine Gemeinde eine Kirche, einen Friedhof, eine Bücherei oder einen Kindergarten? Was fehlt in der Pfarrei? Und was ist verzichtbar? Mit diesen und weiteren Fragen sollen sich jetzt Gemeindemitglieder auf der Ruhrhalbinsel auseinandersetzen und beantworten, was ihnen persönlich in ihrer Gemeinde wichtig ist. Dazu erhalten nun alle katholischen Haushalte mit dem aktuellen Pfarrbrief eine Umfrage zum Pfarreientwicklungsprozess (PEP).

In diesem Prozess arbeiten bereits mehrere Arbeitsgruppen der Pfarrei St. Josef an verschiedenen Themen. Es geht dabei um die pastorale Zukunft der Pfarrei. Zu dieser zählen die Gemeinden Herz Jesu in Burgaltendorf, St. Georg in Heisingen, St. Josef in Kupferdreh und St. Suitbert in Überruhr.

Es sollen Menschen begeistert werden, die sich von Kirche entfernt haben

In dem laufenden Prozess geht es regelmäßig auch darum, wie Menschen für Kirche begeistert werden können, die sich bereits von ihr entfernt haben. Genau deshalb werden Angebote und Strukturen auf den Prüfstand gestellt.

„Unser Ziel ist es, eine Rückmeldung zu den Bedürfnissen unserer Mitglieder zu erhalten – was braucht eine Kirche, die auf der Ruhrhalbinsel zukunftsfähig bleiben will“, erklärt Projektassistentin Maike Neu-Clausen. Ebenso wichtig sei es, die Menschen zu sensibilisieren und mitzunehmen, zumal sich der Prozess gerade an einer kritischen Schwelle befinde, betont sie.

Auch der wirtschaftliche Bereich wird unter die Lupe genommen

Immerhin bleibt es nicht bei der Frage nach den Bedürfnissen der pastoralen Gruppen sowie der Pfarreijugend. Auch der wirtschaftliche Bereich werde unter die Lupe genommen. Eine zentrale Frage: Wie können die pastoralen Bedürfnisse mit der 50-prozentigen Sparvorgabe des Bistums überein gebracht werden?

Der vierseitige Umfragebogen geht nun zunächst unter anderem dem Verhalten der Gemeindemitglieder nach. Die Katholiken können anzukreuzen, wie sie etwa ihren Glauben leben (z.B. durch den Gottesdienstbesuch, Glaubensrituale oder Gespräche mit der Familie und Freunden).

Fragebögen sollten bis zum 11. Dezember abgegeben werden

Es gibt aber auch offene Fragen, in denen jeder ausführen kann, was Kirche für ihn bedeutet, was passieren würde, wenn seine Kirche geschlossen würde oder worauf er in der Gemeinde am ehesten verzichten könnte. Beim Zukunftstag der Pfarrei St. Josef werden die Gruppen am 28. Januar ihre Ziele und auch die Ergebnisse der Umfrage präsentieren.

Befragte können den Bogen in Papierform bearbeiten oder aus dem Internet herunterladen und auch online an der Umfrage teilnehmen. Die Bögen sollten bis zum 11. Dezember abgegeben werden: in den Kontaktstellen der Gemeinden, beim Pfarrbüro (Briefkasten) oder in Sammelboxen in den Kirchen.

EURE FAVORITEN