Rückbau könnte Steeler Straße attraktiver machen

Michael Heiße
Die Steeler Straße in Höhe des Wasserturms soll attraktiver werden.
Die Steeler Straße in Höhe des Wasserturms soll attraktiver werden.
Foto: WAZ Fotopool
Im November 2012 ließ der Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung (ASP) die Verwaltung prüfen, ob die Steeler Straße im Bereich am Wasserturm auch zweispurig zu führen sei. Verkehrsplaner aus Münster halten dies für durchaus möglich.

Südostviertel/Huttrop.  Schier endlose Schlangen parkender Autos auf der Straße, gehetzte Fußgänger, die an unübersichtlicher Stelle den Fahrdamm überqueren – und mittendrin schlängelt sich die Straßenbahn durch das alltägliche, vierspurige Verkehrschaos auf der Steeler Straße. Doch nun macht ein Gutachten Hoffnung, dass die Probleme – zumindest mittelfristig – gelöst werden. Der Schlüssel dazu könnte der Rückbau der Straße auf zwei Fahrspuren sein.

Die Sache gärt schon seit Jahren, doch erst im November 2012 beauftragte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung (ASP) die Verwaltung zu prüfen, ob auf der Steeler Straße im Bereich zwischen Wasserturm und Herwarthstraße eine Reduzierung auf zwei Fahrstreifen möglich sei, um die angespannte Situation vor Ort zu entwirren. „Laut Gutachten steht dem nichts entgegen“, sagt heute Andreas Wiemers, Vorsitzender der SPD Südostviertel/Huttrop, und fühlt sich bestätigt. Seine Partei hatte beizeiten das Gutachten angeregt und damit auch dem Wunsch der Anwohner und ansässigen Gewerbetreibenden entsprochen, die Steeler Straße zu beruhigen und attraktiver zu gestalten.

Generell Tempo 30-Zone

An fünf Standorten installierten die Ingenieure der NTS aus Münster Videokameras, errechneten so eine durchschnittliche Belastung von 1600 Pkw pro Stunde während der Stoßzeiten am Morgen im Bereich Am Ostpark im Westen und Huttropstraße im Osten. Hinzu kamen 24 Straßenbahnen pro Stunde und über 300 Fußgänger, die dort zeitgleich den Fahrdamm queren.

Im Ergebnis, so die Planer, sei dies auch mit nur zwei Fahrspuren zu bewerkstelligen, zumal in der Vergangenheit parkende Autos – nicht selten auch Falschparker – den Fahrraum eh auf zwei Spuren reduzierten. Nicht zuletzt dadurch, aber auch durch die Tatsache bedingt, „dass die Straßenbahn auf 500 Metern bis zu dreimal halten müsste, sei es zu erheblichen Behinderungen für alle Verkehrsbeteiligten gekommen“, wie Wiemers sagt. „Es geht hier um die Sicherheit eines jeden Einzelnen.“

Schon deshalb begrüßt der SPD-Politiker den Vorschlag der Planer, die Geschwindigkeit im betrachteten Bereich auf der Steeler Straße generell künftig auf 30 km/h zu senken; für mehr Bewegungsraum und größere Aufenthaltsqualität für den Fußgänger und für barrierefreie Haltestellen zu sorgen. All dies ergäbe auch neue Potenziale für die Geschäfte vor Ort.

Dies alles ist natürlich noch Zukunftsmusik, doch Wiemers hofft, „dass der Umbau Steeler Straße im Frühjahr 2015 bei den Förderprogrammen der Bezirksregierung und des VRR angemeldet wird“.

Bürgerversammlung am 8. April

Der Rückbau der Steeler Straße würde zwei Fahrspuren (je 3,5m breit), Gehweg (3 bzw. 2m bei Verkehrsinsel) sowie Parkstreifen (je 2m) beinhalten.

In einer Bürgerversammlung im Restaurant „Warsteiner Stuben“ an der Steeler Straße 183 will die örtliche SPD am Dienstag, 8. April, 19.30 Uhr, das Gutachten detailliert präsentieren.