Rock im Steeler Freibad begeistert 1000 Besucher

Michael Heiße
Tolle Lichtshow beim Rock auf der Bühne im Steeler Freibad.
Tolle Lichtshow beim Rock auf der Bühne im Steeler Freibad.
Foto: Dieter Kunst
Eduard Schreyer, Chef der Steeler Bürgerschaft, zieht nach „The Green Pink Floyd day“ eine positive Bilanz. 1000 Besucher trotz starker Konkurrenz.

Essen-Steele.  Auch „Essen Original“ und so manche bürokratische Auflage brachte die Steeler Bürgerschaft als Veranstalter des Open-Air-Events „The Green Pink Floyd Day“ im Steeler Freibad nicht ins Wanken. Insgesamt rund 1000 Besucher am Freitag und Samstag sprechen dafür, dass die Veranstaltung – ebenso wie ihr Vorgänger aus dem Jahr 2013 – gut angenommen wurde. „Ich denke, wir dürfen durchaus zufrieden sein“, sagt auch Eduard Schreyer, Vorsitzender der Steeler Bürgerschaft. „Besonders deshalb, weil wir an Samstag noch mit einigen weiteren Konkurrenten direkt im Stadtteil um die Gunst des Publikums buhlen mussten.“

Am vergangenen Wochenende war ziemlich was los. Neben „Essen Original“ – ein Muss für jeden, der etwas aufs Feiern gibt – lud der örtliche Kanu-Club zum Sommerfest. Außerdem feierte direkt in der Nachbarschaft die Laurentius-Gemeinde. „Das ging zwar erst am Samstag los, doch gemerkt hat man das schon“, sagt Eduard Schreyer. Dennoch freute er sich, dass „viele Gemeindemitglieder am Freitag im Steeler Freibad vorbeischauten. Dies machte sich dann auch beim Open-Air-Publikum bemerkbar: h . „Sollte ich schätzen, dann lag das Verhältnis zwischen jungen Besuchern und älteren Semestern sicherlich bei 40:60.“

Dies war im Vorfeld des Green Pink Floyd Days nicht zwingend zu erwarten, auch wenn natürlich gerade bei den Älteren Erinnerungen aus der eigenen Jugendzeit wachgerufen wurden, als die Kultband Pink Floyd mit „The Wall“ ihre Glanzzeit hatte. „Von daher wurde unser Konzert auch als direkter Nachfolger der Veranstaltung im Jahr 2013 wahrgenommen“, so Schreyer. „Das haben mir viele Besucher persönlich bestätigt.“

Apropos Vorgänger: Im Vergleich zum damaligen Konzert betrieben die Veranstalter „dreimal so viel Aufwand“. Auch, weil sie es mussten. Immerhin konnte das Open-Air nur im Freibad Steele über die Bühne gehen, weil Schreyer zuvor einen Bauantrag stellte. Auch die Stromversorgung war ein Problem, das erst gelöst werden musste. Hinzu kam die notwendige Eingangskontrolle, denn Glasflaschen durften unter keinen Umständen auf das Gelände gelangen. „Immerhin handelt es sich hierbei immer noch um ein öffentliches Freibad. Da wäre Bruchglas auf der Liegewiese fatal.“

Aber auch Plastikflasche, die möglicherweise Alkohol enthielten, wurden von den Ordnungskräften einbehalten. „Wir haben zwar Bier beim Konzert verkauft, doch nichts Hochprozentiges. Die Leute haben für diese Maßnahme jedoch jederzeit Verständnis gezeigt.“ Durch die schmale Treppe zum Gelände war eine lückenlose Kontrolle kein Problem. Auf dem Konzert gab es so keinerlei Zwischenfälle. „Aber wir haben auch nicht wirklich Randale erwartet“, wie Schreyer sagt.

Und so fiel Schreyers Fazit am Ende der zwei ereignisreichen Abende durchweg positiv aus: „Wir haben in Teamarbeit bewiesen, dass ein Event wie dieses durch ehrenamtlichen Einsatz zu stemmen ist.“ Zudem habe den Bürgerschaftsvorsitzenden gefreut, dass ein Konzert dieser Größenordnung auch heute im Freibad Steele möglich sei. „Immerhin lagen die letzten Veranstaltungen dort irgendwann in den 1990er Jahren.“

Ob und wann das Ganze eine weitere Fortsetzung erfährt, dies will Schreyer mit dem Produzenten Robert Schiefer in Ruhe besprechen. Die Fans dürfen zumindet hoffen.