Picknick auf der Alten Hauptstraße in Burgaltendorf

Die meisten Stillleben-Teilnehmer saßen die ganze Zeit über  im Trockenen unter einem Pavillon-Dach wie hier der Heimatverein.
Die meisten Stillleben-Teilnehmer saßen die ganze Zeit über im Trockenen unter einem Pavillon-Dach wie hier der Heimatverein.
Foto: Essen
Rund 10 000 Besucher feierten beim Stillleben den 850.Geburtstag Burgaltendorfs. Mehr als 400 gedeckte Tische schmückten den Stadtteil.

Essen-Burgaltendorf.  Es sollte ein ganz besonderes Ereignis zum 850. Geburtstag des Stadtteils werden, an das sich die Burgaltendorfer lange erinnern: Herausgekommen ist das Stillleben auf der Alten Hauptstraße, auf der sich am Sonntag 405 Tische aneinanderreihten. Rund 3000 Menschen nahmen Platz, also jeder dritte Burgaltendorfer, sagt Organisator Rolf Siepmann vom Burg- und Heimatverein. „Noch nie gab es ein so großes Fest, an dem so viele Burgaltendorfer mitgewirkt haben“, sagt er immer noch beeindruckt. Rund 10 000 Besucher seien es insgesamt gewesen. „Das übertrifft unsere Erwartungen“, fasst Michael Walta, Projektleiter des Stilllebens, zusammen.

Bereits zwei Tage zuvor kamen mehr als 3000 Musikfans auf dem Schulhof zusammen: Auf der Bühne stand Fanta Marina, die nicht mehr existierende Band, bestehend aus fünf alternden Herren, wie die Musiker sich selbst beschreiben. Ursprünglich hatte die Gruppe sich bereits vor neun Jahren aufgelöst. Doch nun bot ihnen das Jubiläum wieder einmal Gelegenheit für ein Revival und ein Ständchen für den Stadtteil: Die Musiker schrieben Helene Fischers Lied Atemlos um in „Altendorf an der Ruhr“, das es nun als Studioversion gibt – und das bei Youtube im Intrenet schon 1600 Mal geklickt wurde.

Der Schlagerparty und dem Feuerwerk am Freitag folgten am Samstag weitere Konzerte und die Fahrradstaffel aus Köln, die samt Gründungs-Urkunde kam, bevor das Festwochende am Sonntag in der Tischmeile mündete. Neben Frikadellen, Nudelsalat, Erdbeerkuchen und Chips gab es Infos der Kleingärtner, Wandergruppe, Sportvereine, aber auch Musik und Gesang wie Tanzeinlagen des Blasorchesters, der Sängervereinigung und des Turnvereins. Nachbarn feierten Geburtstag und sogar Goldene Hochzeit an den geschmückten Bierzeltgarnituren. Für viele war es ein Treffen mit Freunden und Bekannten.

Aus Sicht der Polizei verlief alles rund ums Fest ruhig. Euphorie und Muskelkater spüren hingegen die Organisatoren, bei denen jetzt zahlreiche Rückmeldungen an kommen: Mit Dank und Begeisterung der Besucher. Und dem Wunsch nach einer Neuauflage. „Frühstens in fünf Jahren“, sagt Walta und verweist auf ein Jahr Vorbereitung.

Feste oder Feiern organisieren, dass will der 47-Jährige nun aber auch beruflich. Denn gerade hat der Leiter der Musical-Academy seine Ausbildung zum Event-Manager abgeschlossen. Auf das Wetter werde er allerdings auch künftig keinen Einfluss haben, obwohl er sogar zaubern könne. Zudem hätten die Schauer die Laune beim Stillleben überhaupt nicht trüben können.

 
 

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