Mehr Platz für Kupferdreher Kinder

Das Gebäude der Grundschule Josefschule in Kupferdreh.
Das Gebäude der Grundschule Josefschule in Kupferdreh.
Foto: Funke Foto Services
Vermutlich auf dem Gelände der Josefschule soll ein Erweiterungsbau entstehen. Fest steht: Er soll vor allem der benachbarten Hinsbeckschule dienen

Essen-Kupferdreh..  Schon Ende April hat der Rat beschlossen, dass in Kupferdreh mehr Platz für Grundschulkinder entstehen soll. Ein Erweiterungsbau soll her, wahrscheinlich auf dem Gelände der städtisch-katholischen Josefschule. Doch viele Bürger haben bislang übersehen: Der Bau ist nicht unbedingt für die Josefschule gedacht. Zumindest nicht für die Josefschule allein.

Auch, wenn es offiziell noch offen ist, wo der Neubau hinkommt: Architekten der Stadt haben längst festgestellt, dass das Gelände der Josefschule besser geeignet ist für einen Erweiterungsbau als das Gelände der benachbarten Hinsbeckschule. „Die bauliche Lösung wird jedoch für ganz Kupferdreh gedacht sein und nicht für eine einzige Schule“, betont jetzt Regine Möllenbeck, die Chefin der Essener Schulverwaltung.

Neben dem Beschluss, für Kupferdreh einen Grundschul-Erweiterungsbau zu errichten, einigten sich die Ratspolitiker zusätzlich auf den Antrag der Großen Koalition von SPD und CDU, der Folgendes besagt: „In Kupferdreh ist zu beachten, dass die Erweiterung aufgrund der aktuellen Anmeldezahlen zurzeit insbesondere für die Hinsbeckschule benötigt wird und diese daher auch in erster Linie bei den Planungen bedacht wird.“ Tatsächlich hat die Gemeinschafts-Grundschule in den letzten Jahren einen erheblichen Zuwachs an Schülern verzeichnet und bei der Nachfrage zuletzt deutlich die städtisch-katholische Josefschule überflügelt. Fürs kommende Schuljahr wurden an der Hinsbeck-Schule 70 Kinder angemeldet, an der Josefschule 46. Der Wert im Vorjahr: 60 an der Hinsbeck-Schule, 44 an der Josefschule.

Beide Schulen bekamen spätestens starke, positive Resonanz über die Stadtteil-Grenzen hinaus, als sie gemeinsam mit der Bürgerschaft den Deichmann-Förderpreis bekamen für ihr Engagement in der Beschulung von Flüchlingskindern. Beide Schulen unterrichten die Kinder, die in der ehemaligen Dilldorf-Schule untergebracht sind.

Errichtet werden sollen keine Container oder Pavillons so wie in früheren Jahrzehnten, sondern massive Erweiterungsbauten, die zumindest optisch wesentlich mehr hermachen. Wie solche Schulbauten aussehen, kann man derzeit zum Beispiel in Werden (Ludgerusschule) oder in Altenessen (Rahmstraße) besichtigen.

Die Erweiterungspläne von Kupferdreh sind Teil eines ersten Erweiterungsbauprogramms der Stadt, das ähnliche Lösungen auch für Rüttenscheid und Frintrop vorsieht.

 
 

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